NEWSLETTER N. 1 - 2021

  • HAUSHALTSGESETZ 2021

    Sehr geehrte Kunden

    nachfolgend informieren wir Sie über die wichtigsten Steuermaßnahmen, die mit Gesetz Nr. 178 vom 30.12.2020, Haushaltsgesetz 2021 (Amtsblatt der Republik Italien Nr. 322 vom 30.12.2020) eingeführt wurden.

     

    STEUERABZÜGE FÜR ENERGETISCHE SANIERUNGSMASSNAHMEN, WIEDERGEWINNUNG VON GEBÄUDEN, ERWERB VON MÖBELN UND GROSSEN ELEKTROHAUSHALTSGERÄTEN, WIEDERHERSTELLUNG VON AUSSENFASSADEN

    Die Steuerabzüge für folgende Maßnahmen werden bis Ende 2021 verlängert:

    • energetische Sanierung (Art. 14 Gesetzesdekret 63/2013);
    • Wiedergewinnungsarbeiten (Art. 16 Gesetzesdekret 63/2013);
    • Erwerb von Möbeln und großen Elektrohaushaltsgeräten mit einer Erhöhung der Ausgaben bis zu Euro 16.000 (Art. 16 Gesetzesdekret 63/2013);
    • Wiederherstellung von Außenfassaden (Art. 1 Abs. 2019, Gesetz 160/2019).

    Weiters wird der Steuerabzug für die Wiedergewinnung und die energetische Sanierung von Gebäuden gemäß Art. 16-bis EStG in Höhe von 50 Prozent auf den Austausch des bestehenden Notstromaggregats mit den neuesten gasbetriebenen Notstromaggregaten ausgedehnt.

     

    WASSERBONUS

    Natürlichen Personen mit Wohnsitz in Italien steht ein "Wasserbonus" in Höhe von Euro 1.000 zu. Dieser kann im Jahr 2021 für den Austausch von Keramik-WCs mit neuen Sanitärobjekten mit reduziertem Verbrauch und von bestehende Sanitärarmaturen, Duschköpfen und -säulen mit neuen Sanitärobjekten mit reduziertem Wasserverbrauch in bestehenden Gebäuden, in Teilen von bestehenden Gebäuden oder in einzelnen Immobilieneinheiten genutzt werden.

    Der Bonus kann bis zur Erschöpfung der vorgesehenen finanziellen Mittel in Anspruch genommen werden.

     

    SUPERBONUS 110 Prozent

    Die Frist für die Inanspruchnahme des Superbonus in Höhe von 110 Prozent gemäß Art. 119 Gesetzesdekret 34/2020, wird bis zum 30. Juni 2022 verlängert, wobei der im Jahr 2022 getätigte Teil der Ausgaben in vier anstatt fünf gleich hohen Jahresraten aufgeteilt wird.

    Weiters ist Folgendes vorgesehen:

    • die Maßnahmen zur Wärmedämmung des Dachs fallen unter den Steuerbonus, wobei sich das Konzept der Wärmeabgabe der Fläche nicht ausschließlich auf das allenfalls bestehende Dachgeschoss beschränkt;
    • eine Immobilieneinheit gilt als "funktional unabhängig", wenn sie mit mindestens drei der folgenden Installationen oder Artefakte im alleinigen Eigentum ausgestattet ist: Wasserversorgungsanlagen; Gasanlagen; Stromanlagen; Heizanlagen;
    • die Steuerabzüge können auch für Gebäude in Anspruch genommen werden, die aufgrund einer fehlenden Überdachung und/oder einer oder mehrerer fehlender Außenwände nicht über einen Energieausweis verfügen, sofern diese nach Abschluss der Baumaßnahmen, einschließlich jener gemäß Abs. 1 Buchst. a), auch bei Abriss und Wiederaufbau oder Wiederaufbau nach dem bestehenden Gebäudeumriss, die Energieklasse A erreichen;
    • der Steuerabzug wird auf Baumaßnahmen zur Beseitigung von architektonischen Barrieren gemäß Art. 16-bis Buchst. e) EStG ausgedehnt, sofern diese zu Gunsten von Personen über 65 Jahren durchgeführt werden;
    • für Baumaßnahmen gemäß Art. 16 Abs. 1-bis bis 1-septies Gesetzesdekret 63/2013 wird der Satz der zustehenden Steuerabzüge für die zwischen 1. Juli 2020 und 30. Juni 2022 getätigten Ausgaben auf 110 Prozent angehoben; für den im Jahr 2022 getätigten Teil der Ausgaben wird der Steuerabzug in 4 gleich hohe Jahresraten aufgeteilt;
    • die Inanspruchnahme der Steuerförderung für energetische und erdbebensichere Sanierung gemäß Abs. 4-ter wird bis zum 30. Juni 2022 verlängert und wird auf die nach 2008 von Erdbeben betroffenen Gemeinden, in denen der Notstand ausgerufen wurde, ausgedehnt;
    • in den ab dem 1. April 2009 von Erdbeben betroffenen Gemeinden, in denen der Notstand ausgerufen wurde, stehen die Steuerförderungen gemäß Abs. 4 für den Betrag zu, der den für den Wiederaufbau vorgesehenen Beitrag überschreitet.

    Für die im Zeitraum zwischen 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2022 dokumentierten Ausgaben für den Einbau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden gemäß Art. 16-ter Gesetzesdekret 63/2013 zu Lasten des Steuerpflichtigen wird der Steuerabzug in Höhe von 110 Prozent zuerkannt. Der Abzugsbetrag wird unter den Berechtigten auf 5 gleich hohe Jahresraten und auf 4 gleich hohe Jahresraten für den im Jahr 2022 getätigten Teil der Ausgaben aufgeteilt, wobei stets vorausgesetzt wird, dass der Einbau gemeinsam mit einer der primären Maßnahmen und somit im Rahmen der folgenden Kostenobergrenzen durchgeführt wird:

    • Euro 2.000 für Einfamilienhäuser oder für Immobilieneinheiten in Mehrfamilienhäusern, die funktional unabhängig sind und über einen oder mehrere eigenständige Zugänge vom Freien verfügen;
    • Euro 1.500 für Mehrfamilienhäuser oder Wohnungseigentumsanlagen bei einem Einbau von höchstens acht Ladesäulen;
    • Euro 1.200 für Mehrfamilienhäuser oder Wohnungseigentumsanlagen bei einem Einbau von mehr als acht Ladesäulen.

    Die Steuervergünstigung bezieht sich auf lediglich für eine Ladesäule pro Immobilieneinheit.

    Für die von Eigentümern oder natürlichen Personen außerhalb der wirtschaftlichen, künstlerischen oder beruflichen Tätigkeit durchgeführten Baumaßnahmen an Gebäuden mit zwei bis vier separat im Kataster erfassten Immobilieneinheiten - egal, ob im Besitz eines alleinigen Eigentümers oder Miteigentum mehrere natürlicher Personen - wofür bis zum 30. Juni 2022 mindestens 60 Prozent der Arbeiten der Gesamtmaßnahme durchgeführt wurden, steht der Steuerbonus in Höhe von 110 Prozent auch für die bis zum 31. Dezember 2022 getätigten Ausgaben zu.

    Für die von staatlichen Wohnungsbaugesellschaften (IACP) durchgeführten Maßnahmen, für die bis zum 31. Dezember 2022 mindestens 60 Prozent der Arbeiten der Gesamtmaßnahme durchgeführt wurden, steht der Steuerbonus in Höhe von 110 Prozent auch für die bis zum 30. Juni 2023 getätigten Ausgaben zu.

    Die Änderungen betreffend den Superbonus unterliegen weiterhin der Genehmigung seitens des Rates der Europäischen Union.

     

    STEUERBONUS FÜR GRÜNFLÄCHEN

    Der Steuerbonus gemäß Art. 1 Abs. 12 Gesetz 205/2017 wurde bis 2021 verlängert und gilt für folgende Maßnahmen:

    1. Gestaltung von privaten Freiflächen bestehender Gebäude, Immobilieneinheiten, Zubehörflächen, Umzäunungen, Bewässerungssystemen und Schächten;
    2. Errichtung von begrünten Überdachungen und Dachgärten.

     

    ANGLEICHUNG

    Die Angleichung der steuerlichen Werte an die im Jahresabschluss gemäß Art. 14 Gesetz 342/2000 ausgewiesenen höheren handelsrechtlichen Werte gemäß Art. 110 Gesetzesdekret 104/2020 (August-Dekret) über die Entrichtung einer Ersatzsteuer in Höhe von 3 Prozent wird auch auf den Geschäftswert und die anderen immateriellen Vermögenswerte gemäß Jahresabschluss des zum 31. Dezember 2019 laufenden Geschäftsjahres ausgedehnt.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR BERUFSKÖCHE

    Zur Unterstützung der Gastronomie erhalten Personen, die als Berufsköche in Hotels oder Restaurants tätig sind - ob als Angestellte oder Selbständige mit Mehrwertsteuernummer - auch wenn diese nicht über den ATECO-Kodex 5.2.2.1.0 verfügen, ein Steuerguthaben von bis zu 40 Prozent für die im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021 getragenen Kosten für:

    • den Erwerb von langlebigen Anlagegütern, einschließlich Maschinen einer höheren Energieklasse für die Konservierung, Verarbeitung, Umwandlung und Zubereitung von Nahrungsmitteln; professionelle Arbeitsmittel und Geräte für die Gastronomietätigkeit;
    • Teilnahme an Weiterbildungskursen, die zweckdienlich für die Ausübung der Tätigkeit sind.

    Das Steuerguthaben beträgt höchstens Euro 6.000 (im Rahmen einer Kostenobergrenze von jeweils Euro 1 Million für 2021, 2022 und 2023).

    Das Steuerguthaben kann gemäß Art. 17 GVD 241/1997 verrechnet und an andere Steuerpflichtige, einschließlich Finanzintermediäre, abgetreten werden. Das Steuerguthaben zählt nicht zur Bemessungsgrundlage für die Zwecke der Einkommenssteuer und der regionalen Wertschöpfungssteuer IRAP.

    Mit dem Dekret des italienischen Wirtschaftsministeriums (MISE), das innerhalb von 60 Tagen ab Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes umgesetzt werden muss, wurden die Kriterien und die Modalitäten für die Umsetzung des Steuerguthabens festgelegt, das den Einschränkungen und Bedingungen der Mitteilung der Europäischen Kommission C(2020) 1863 vom 19. März 2020 unterliegt, die den "Befristeten Rahmen für staatliche Beihilfen zur Stützung der Wirtschaft angesichts des derzeitigen Ausbruchs von COVID-19" bildet.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR MADE IN ITALY

    Das Steuerguthaben für die Unterstützung von Made in Italy gemäß Art. 3 Gesetzesdekret 91/2014 in Höhe von 40 Prozent der Ausgaben für Neuinvestitionen und in jedem Fall im Rahmen der Obergrenze von Euro 50.000 wird auf den Zeitraum 2021 bis 2023 auf Unternehmensnetzwerke von landwirtschaftlichen und in der Nahrungsmittelproduktion tätigen Betrieben gemäß Art. 3 Gesetzesdekret 5/2009 - auch Genossenschaften oder Konsortien und Mitgliedern von "Weinstraßen"-Vereinen gemäß Art. 2 Abs. 1 Buchst. a) Gesetz 268/1999 - ausgedehnt, und zwar für Folgendes:

    • die Umsetzung oder Erweiterung von IT-Infrastrukturen zur Verstärkung des Online-Handels, insbesondere bezüglich des Ausbaus des Potentials des Online-Verkaufs an Endkunden, die nicht in Italien ansässig sind;
    • sofern zutreffend, die Errichtung virtueller Steuerlager im Ausland, die von den genannten Unternehmen verwaltet werden;
    • Förderung von Verträgen mit Zollspeditionen, auch für die Zwecke der Erfüllung der Steuerpflichten;
    • Tätigkeiten und Projekte im Zusammenhang mit der Steigerung von Exporten.

    Mit der Verfügung des Direktors des italienischen Finanzamtes, die innerhalb von 30 Tagen ab Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes umgesetzt werden muss, wurden die Anwendungskriterien und -modalitäten für das Steuerguthaben festgelegt.

     

    SONDERWIRTSCHAFTSZONEN

    Für Unternehmen, die eine neue Wirtschaftstätigkeit in einer Sonderwirtschaftszone gemäß Gesetzesdekret 91/2017 aufnehmen, wird die Einkommenssteuer auf Grundlage der Ausübung der Tätigkeit in der Sonderwirtschaftszone um 50 Prozent reduziert, und zwar ab dem Veranlagungszeitraum, in dem die neue Tätigkeit aufgenommen wurde und für die Dauer der sechs darauffolgenden Veranlagungszeiträume.

    Für die Zuerkennung der Steuerförderung, bei sonstiger Verwirkung der Begünstigung mit Pflicht zur Rückerstattung der Steuerförderung, müssen die Unternehmen folgende Bedingungen erfüllen:

    1. Ausübung ihrer Tätigkeit in der Sonderwirtschaftszone für mindestens zehn Jahre;
    2. Aufrechterhaltung der im Rahmen der in der Sonderwirtschaftszone aufgenommenen Tätigkeit geschaffenen Arbeitsplätze für mindestens zehn Jahre;

    weiters dürfen sich die begünstigten Unternehmen nicht in Liquidation oder Auflösung befinden.

    Die Steuerförderung steht im Rahmen der Einschränkungen und Bedingungen gemäß den EU-Verordnungen im Zusammenhang mit der Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf "De-minimis"-Beihilfen zu.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSTÄTIGKEITEN IN SÜDITALIEN

    Das Steuerguthaben für Investitionen in Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten gemäß Art. 1 Abs. 200 Gesetz 160/2019, einschließlich der Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich COVID-19, die Produktionsstätten in den Regionen Abruzzen, Basilikata, Kalabrien, Kampanien, Molise, Apulien, Sardinien und Sizilien unmittelbar betreffen, wird für die Jahre 2021 und 2022 in folgendem Ausmaß zuerkannt:

    • in Höhe von 25 Prozent für Großunternehmen, die mindestens 250 Personen beschäftigen, mit einem Jahresumsatz in Höhe von mindestens Euro 50 Millionen oder einer Bilanzsumme in Höhe von mindestens Euro 43 Millionen;
    • in Höhe von 35 Prozent für mittlere Unternehmen, die mindestens 50 Personen beschäftigen, mit einem Jahresumsatz in Höhe von mindestens Euro 10 Millionen;
    • in Höhe von 45 Prozent für kleine Unternehmen, die weniger als 50 Personen beschäftigen, mit einem Jahresumsatz oder einer Jahresbilanzsumme von nicht mehr als Euro 10 Millionen.

    Die Erhöhung des Steuerguthabens wird unter Einhaltung der Einschränkungen und Bedingungen gemäß Art. 25 der EU-Verordnung Nr. 651/2014 der Kommission vom 17. Juni 2014, zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union angewandt.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSTÄTIGKEIT 4.0

    Das Steuerguthaben für Investitionen in Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, in die ökologische Wende, in technologische Innovationen 4.0 und in andere innovative Tätigkeiten gemäß Gesetz 160/2019 wird bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.

    Das Steuerguthaben für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wird von 12 Prozent auf 20 Prozent und die Kostenobergrenze wird von Euro 3 Millionen auf Euro 4 Millionen angehoben.

    Das Steuerguthaben für Tätigkeiten im Bereich technologische Innovationen wird von 6 Prozent auf 10 Prozent und die Kostenobergrenze von Euro 1,5 Millionen auf Euro 2 Millionen angehoben.

    Das Steuerguthaben für Tätigkeiten im Bereich Design und ästhetische Gestaltung wird von 6 Prozent auf 10 Prozent und die Kostenobergrenze wird von Euro 1,5 Millionen auf Euro 2 Millionen angehoben.

    Das Steuerguthaben für Tätigkeiten im Bereich technologische Innovationen zur Kreierung neuer oder im Wesentlichen verbesserter Produkte oder Produktionsprozesse zur Erreichung einer Zielsetzung der ökologischen Wende oder der digitalen Innovation 4.0 wird von 6 Prozent auf 10 Prozent angehoben und die Kostenobergrenze von Euro 1,5 Millionen auf Euro 2 Millionen.

    Der technische Bericht muss beglaubigt werden.

     

    GARANTIE DURCH SACE

    Die Garantie durch SACE gemäß Gesetzesdekret 23/2020 zur Gewährleistung der erforderlichen Liquidität für Unternehmen mit Sitz in Italien, die von der Corona-Pandemie betroffen sind, wird bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

    Die von der Garantie besicherte Finanzierung kann für die Rückerstattung von Finanzierungen im Rahmen von Neuverhandlungen der Verbindlichkeiten bestimmt werden, sofern die Finanzierung die Auszahlung eines zusätzlichen Kredits in Höhe von mindestens 25 Prozent des Betrages der umzuschuldenden Restschuld vorsieht und unter der Voraussetzung, dass sich durch die Ausstellung der Garantie geringere Kosten oder eine verlängerte Laufzeit der neu zuverhandelnden Finanzierung ergeben. Ab dem 1. März 2021 und bis zum 30. Juni 2021 werden die Garantien durch SACE zu den Bedingungen gemäß Art. 13 Abs. 1 Buchst. a), b) und c) Gesetzesdekret 23/2020 und für dieselben dort vorgesehenen garantierten Höchstbeträge unter Berücksichtigung der nicht rückerstatteten Kapitalbeträge eventueller Finanzierungen, die durch die Garantie gemäß Art. 2 Abs. 100 Gesetz 662/1996 besichert werden, zu Gunsten von Unternehmen mit höchstens 499 Angestellten ausgestellt, die auf Grundlage der jährlichen Arbeitseinheiten festgestellt werden und nicht unter die Unternehmensklassen gemäß Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen fallen.

     

    GARANTIEFONDS FÜR KMU

    Die Maßnahmen im Bereich Garantiefonds für KMU gemäß Art. 13 Gesetzesdekret 23/2020 werden bis zum 30. Juni 2021 angewandt.

    Bei Unternehmen mit einer Mitarbeiteranzahl von mindestens 250 und höchstens 499 gelten besagte Maßnahmen bis zum 28. Februar 2021.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR VERLUSTE IM ZUSAMMENHANG MIT SPARPLÄNEN

    Natürliche Personen, die über langfristige Sparpläne gemäß Art. 13-bis Abs. 2-bis Gesetzesdekret 124/2019  verfügen, haben Anrecht auf ein Steuerguthaben in Höhe der gemäß Art. 67 EStG verzeichneten Veräußerungsverluste, Verluste und negativen Differenzen im Zusammenhang mit qualifizierten Finanzinstrumenten unter der Voraussetzung, dass diese Finanzinstrumente für mindestens fünf Jahre gehalten werden und das Steuerguthaben nicht 20 Prozent der in genannte Finanzinstrumente investierten Beträge überschreitet.

    Das Steuerguthaben kann in 10 gleich hohen Jahresraten genutzt werden:

    • in den Einkommenssteuererklärungen, beginnend mit jener des Veranlagungszeitraums, in dem die Veräußerungsverluste, Verluste und negativen Differenzen für die Zwecke der Einkommenssteuer verzeichnet wurden;
    • über Verrechnung gemäß Art. 17 GVD 241/1997 ohne Betragsbegrenzung.

    Das Steuerguthaben zählt nicht zur Bemessungsgrundlage für die Zwecke der Einkommenssteuer.

    Die Veräußerungsverluste, Verluste oder negativen Differenzen, wofür ein Steuerguthaben in Anspruch genommen wird, können nicht in Abzug gebracht oder vorgetragen werden.

    Die Bestimmungen werden für bis zum 31. Dezember 2021 getätigte Investments in ab dem 1. Januar 2021 aufgelegte Sparpläne angewandt.

     

    ELEKTRONISCHE PLATTFORM FÜR DIE VERRECHNUNG VON FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS HANDELSGESCHÄFTEN

    Das italienische Finanzamt stellt den Steuerpflichtigen eine elektronische Plattform zur Verrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Handelsgeschäften zur Verfügung, die zwischen den genannten Rechtssubjekten, mit Ausnahme der öffentlichen Verwaltungen, abgeschlossen wurden und die aus den elektronischen Rechnungen hervorgehen.

    Die über die elektronische Plattform durchgeführte Verrechnung hat dieselbe Wirkung zur Folge, wie die Abgeltung der Verpflichtungen, bis derselbe Wert erreicht wird und unter der Voraussetzung, dass keine der beteiligten Parteien einem gerichtlich bestätigten Konkursverfahren oder einer Umschuldung oder dass für diese keine zugelassener Sanierungsplan vorliegt, der im Handelsregister eingetragen ist.

    Bezüglich des unbezahlten ursprünglichen Kreditbetrags werden dennoch die Bestimmungen gemäß Gesetzesdekret 231/2002 im Bereich Zahlungsverzug bei Handelsgeschäften angewandt.

    Die Umsetzungsmodalitäten werden mit einem Dekret des Justizministeriums festgelegt.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR DIE NOTIERUNG VON KMU

    Das für die Notierung von KMU zuerkannte Steuerguthaben wird bis 2021 verlängert.

     

    UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE UND UMWANDLUNG VON DTA IN STEUERGUTHABEN

    Bei Verschmelzungen, Spaltungen oder Einbringungen von Gesellschaften, die im Jahr 2021 beschlossen werden, kann die aus der Verschmelzung hervorgehende oder aufnehmende Gesellschaft, die von der Spaltung begünstigte oder die erwerbende Gesellschaft Steuerlatenzen in Zusammenhang mit folgenden Elementen in Steuerguthaben umwandeln:

    • Steuerverluste, die bis zu dem Veranlagungszeitraum vor jenem zum Zeitpunkt der Rechtswirksamkeit der Transaktion aufgelaufen sind und bis zu besagtem Zeitpunkt noch nicht in Abzug gebracht wurden;
    • Eigenkapitalförderungen (ACE), die das gesamte bis zu dem Veranlagungszeitraum vor jenem zum Zeitpunkt der Rechtswirksamkeit der Transaktion verzeichnete Nettoeinkommen übersteigen und bis zu dem besagten Zeitpunkt noch nicht in Abzug gebracht oder in Steuerguthaben umgewandelt wurden.

    Die Steuerlatenzen im Zusammenhang mit oben genannten Elementen können auch dann in Steuerguthaben umgewandelt werden, wenn sie nicht im Jahresabschluss ausgewiesen sind.

    Die Umwandlung in Steuerguthaben wird folgendermaßen durchgeführt:

    • ¼ zum Zeitpunkt der Rechtswirksamkeit der Transaktion;
    • ¾ am ersten Tag des Geschäftsjahres nach jenem Geschäftsjahr, in dem die Transaktion rechtswirksam wurde;

    für einen Gesamtbetrag von höchstens 2 Prozent der Beträge der Vermögenswerte der an der Verschmelzung oder Spaltung beteiligten Rechtssubjekte, die aus der Vermögenssituation gemäß Art. 2501-quater ZGB hervorgehen, ohne Berücksichtigung des Rechtssubjekts mit dem höchsten Vermögenswert bzw. von höchstens 2 Prozent der Summe der Vermögenswerte, die Gegenstand der Einbringung sind.

    Bei Unternehmenszusammenschlüssen, die anhand einer Betriebseinbringung erfolgen, werden die Elemente der einbringenden Gesellschaft für die Zwecke der Umwandlung zu denselben Einschränkungen und Bedingungen ausgewiesen, die für Verluste, die von den Einkünften der aus der Verschmelzung hervorgehenden oder aufnehmenden Gesellschaft gemäß Art. 172 Abs. 7 EStG in Abzug gebracht werden können, vorgesehen sind.

    Ab dem Zeitpunkt der Rechtswirksamkeit der Transaktion gilt Folgendes:

    • die Verluste im Zusammenhang mit den Vermögenswerten für aktive latente Steuern, die zur Gänze in Steuerguthaben umgewandelt wurden, können nicht von den steuerbaren Einkünften in Abzug gebracht werden;
    • die ungenutzten Eigenkapitalförderungen (ACE), die zur Gänze in Steuerguthaben umgewandelt wurden können weder in Abzug gebracht, noch in Steuerguthaben umgewandelt werden.

    Bei Wahlrechtausübung für die Konzernbesteuerung werden, soweit vorhanden,  in erster Linie, die ungenutzten Eigenkapitalförderungen des beteiligten Rechtssubjekts und die Steuerverluste desselben bezüglich der Geschäftsjahre vor Beginn der Besteuerung der Gruppe umgewandelt; sodann folgen die auf die beherrschende Gesellschaft übertragenen und noch nicht in Abzug gebrachten Verluste.

    Bei Wahlrechtausübung für die Transparenzbesteuerung sind für die beteiligte Gesellschaft in erster Linie, soweit vorhanden, die ungenutzten Eigenkapitalförderungen und die Steuerverluste der Geschäftsjahre vor dem Beginn der Transparenzbesteuerung gemeinsam mit den nicht den Gesellschaftern zugewiesenen Verlusten maßgeblich. Danach folgen die den beteiligten Gesellschaftern zugewiesenen Verluste und ungenutzten Eigenkapitalförderungen, die noch nicht von ihren Einkünften in Abzug gebracht oder in Steuerguthaben umgewandelt wurden.

    Gesellschaften, die an der Transaktion beteiligt sind, müssen für die Steuerbegünstigung folgende Voraussetzungen erfüllen:

    • die Gesellschaften müssen die Tätigkeit seit mindestens zwei Jahren ausüben;
    • die Gesellschaften waren weder zum Zeitpunkt der Durchführung der Transaktion noch in den zwei vorhergehenden Jahren Teil derselben Unternehmensgruppe und zwischen den Gesellschaften besteht kein Beteiligungsverhältnis von mehr als 20 Prozent oder eine (auch indirekte) Beherrschung durch dasselbe Rechtssubjekt gemäß Art. 2359 Abs. 1 ZGB;
    • es dürfen keine Zahlungsschwierigkeiten oder ein diesbezügliches Risiko gemäß Art. 17 GVD 180/2015 oder Zahlungsunfähigkeit bestehen.

    Die Steuerförderung steht auch Rechtssubjekten zu, zwischen denen ein Beherrschungsverhältnis gemäß Art. 2359 Abs. 1 Nr. 1 ZGB besteht, wenn die Beherrschung im Jahr 2021 über nicht steuergeförderte Transaktionen erworben wurde und eine der steuergeförderten Transaktionen innerhalb eines Jahres ab dem Erwerb dieser Beherrschung rechtswirksam wurde. In diesem Fall können die Verluste und Eigenkapitalförderungen umgewandelt werden, die bis zum Veranlagungszeitraum vor jenem zum Zeitpunkt des Erwerbs der Beherrschung aufgelaufen sind.

    Das Steuerguthaben aus der Umwandlung kann ohne Betragsbegrenzung gemäß Art. 17 GVD 241/1997 verrechnet oder gemäß Art. 43-bis oder 43-ter DPR 602/1973 abgetreten werden oder es kann dessen Rückerstattung beantragt werden.

    Das Steuerguthaben muss in der Einkommenssteuererklärung angeführt werden, zählt jedoch weder zum Betriebseinkommen noch zur Bemessungsgrundlage für die regionale Wertschöpfungssteuer IRAP.

    Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Steuerförderung ist die Entrichtung einer Gebühr in Höhe von 25 Prozent der insgesamt umgewandelten Steuerlatenzen. 40 Prozent der Gebühr werden innerhalb von 30 Tagen ab der Rechtswirksamkeit der Transaktion entrichtet, die restlichen 60 Prozent innerhalb der ersten 30 Tage des Geschäftsjahres nach jenem, in dem die Transaktion rechtswirksam wurde. Die Gebühr kann in dem Geschäftsjahr, in dem die Zahlung erfolgt, von den Einkommenssteuern und der regionalen Wertschöpfungssteuer IRAP in Abzug gebracht werden.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR DIE EIGENKAPITALAUSSTATTUNG VON GESELLSCHAFTEN

    Die Förderungen für die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaften gemäß Art. 26 Gesetzesdekret 34/2020 werden - nur für übernehmende Gesellschaften - bis 30. Juni 2021 auf Kapitalerhöhungen ausgedehnt.

    Das Steuerguthaben für Kapitalerhöhungen, die im ersten Halbjahr 2021 beschlossen und durchgeführt werden, wird von 30 Prozent auf 50 Prozent angehoben. In diesem Fall wird das Verbot der Gewinnausschüttung bis zum 1. Januar 2025 verlängert.

    Das Steuerguthaben kann ausschließlich verrechnet werden, und zwar ab dem zehnten Tag nach der Investition und infolge der Genehmigung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2020 und bis zum 30. November 2021.

    Die übernehmende Gesellschaft darf für diese Zwecke keinem Konkursverfahren unterliegen oder zu einem solchen zugelassen sein, es darf keine Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit oder ein anderes Konkursverfahren gegen sie bestehen und in keinem Fall darf sie zum 31. Dezember 2019 zu den Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß EU-Verordnung Nr. 651/2014 vom 17. Juni 2014, der EU-Verordnung Nr. 702/2014 vom 25. Juni 2014 und der EU-Verordnung Nr. 1388/2014 vom 16. Dezember 2014 zählen.

     

    VORÜBERGEHENDE BESTIMMUNGEN ZUR HERABSETZUNG DES GESELLSCHAFTSKAPITALS

    Folgende Bestimmungen werden für Verluste, die in dem zum 31. Dezember 2020 laufenden Geschäftsjahr verzeichnet wurden, nicht angewandt:

    • Art. 2446 Abs. 2 und 3 ZGB;
    • Art. 2447 ZGB.;
    • Art. 2482-bis Abs. 4-6 ZGB;
    • Art. 2482-ter ZGB.

    Weiters greift die Auflösung der Gesellschaft aufgrund der Verminderung oder des Verlustes des Gesellschaftskapitals gemäß Art. 2484 Abs. 1 Nr. 4) und Art. 2545-duodecies ZGB nicht.

    Die Frist innerhalb derer sich der Verlust gemäß Art. 2446 Abs. 2 und Art. 2482-bis Abs. 4 ZGB auf weniger als ein Drittel verringert haben muss wird auf das fünfte nachfolgende Geschäftsjahr verschoben.

     

    VERLUSTBEITRAG FÜR MIETZINS VON WOHNIMMOBILIEN

    Vermieter einer Wohnimmobilie, die

    • sich in einer Gemeinde mit Wohnungsnot befindet,
    • Hauptwohnsitz des Mieters ist,

    haben im Jahr 2021 Anrecht auf einen Verlustbeitrag in Höhe von bis zu 50 Prozent der Verringerung des Mietzinses, mit einer Betragsbegrenzung in Höhe von 1.200 Euro im Jahr pro Vermieter.

    Für die Zuerkennung des Verlustbeitrages muss der Vermieter dem italienischen Finanzamt den neuverhandelten Mietzins und alle weiteren für die Auszahlung des Verlustbeitrages zweckdienlichen Informationen elektronisch mitteilen.

    In der Verfügung des Direktors des italienischen Finanzamtes, die innerhalb von 60 Tagen nach Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes umgesetzt wird, werden die Umsetzungsmodalitäten und der Prozentsatz der Verringerung des Mietzinses über eine proportionale Aufteilung im Verhältnis zu den gestellten Anträgen (auch zur Einhaltung der Kostenobergrenze) festgelegt.

     

    IMPFUNGEN UND DIAGNOSEGERÄTE COVID-19

    Bis zum 31. Dezember 2022 sind folgende Transaktionen mehrwertsteuerbefreit, wobei die auf den Erwerb bezahlten Steuern in Abzug gebracht werden können:

    • Verkauf von Diagnosegeräten für COVID-19, die die Voraussetzungen gemäß Richtlinie 98/79/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Oktober 1998 oder der EU-Verordnung 2017/745 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2017 und der EU-Vorschriften erfüllen;
    • Dienstleistungen im unmittelbaren Zusammenhang mit genannten Diagnosegeräten;
    • Verkauf von Impfungen gegen COVID-19, die von der Europäischen Kommission oder von Mitgliedstaaten genehmigt wurden;
    • Dienstleistungen im unmittelbaren Zusammenhang mit genannten Impfungen.

     

    ERSATZBESTEUERUNG BEI KURZZEITVERMIETUNG

    Ab 2021 wird die Ersatzbesteuerung von Mieteinkünften bei Kurzzeitvermietung nur bei Vermietung von höchstens 4 Wohnungen pro Veranlagungszeitraum angewandt.

    Aus Gründen des Verbraucherschutzes und des Wettbewerbsrechts gilt die Vermietung - von wem auch immer diese ausgeübt wird - in allen anderen Fällen als Unternehmenstätigkeit gemäß Art. 2082 ZGB. Dies gilt auch, wenn Verträge über Rechtssubjekte abgeschlossen werden, die als Immobilienmakler tätig sind oder die Webseiten betreiben, auf denen Personen auf der Suche nach einer Immobilie mit Vermietern in Kontakt treten können.

     

    IMMOBILIENSTEUER (IMU)

    Im Jahr 2021 ist die erste IMU-Rate für folgende Immobilien nicht geschuldet:

    • Badeanstalten am Meer, an Seen und Flüssen sowie für Thermalanlagen;
    • Immobilien der Katasterkategorie D/2 und deren Zubehör;
    • Immobilien in den Bereichen Urlaub auf dem Bauernhof, Feriendörfer, Jugendherbergen, Berghütten, Ferienlager am Meer und in den Bergen, Zimmervermietung für Kurzaufenthalte, Ferienhäuser und -wohnungen, Bed and Breakfast, Residence und Campingplätze, sofern die jeweiligen Steuerpflichtigen auch die dortige Tätigkeit ausüben;
    • Immobilien der Katasterkategorie D, die von Unternehmen genutzt werden, die Tätigkeiten zur Ausstattung von Ausstellungseinrichtungen im Rahmen von Messen oder Veranstaltungen ausüben;
    • Immobilien, die als Diskotheken, Tanzlokale, Nachtclubs und ähnliches genutzt werden, sofern die Steuerpflichtigen der Immobilien auch Betreiber der dort ausgeübten Tätigkeit sind.

    Die Bestimmungen werden unter Einhaltung der Einschränkungen und Bedingungen gemäß Mitteilung der Europäischen Kommission C(2020) 1863 angewandt, die den "Befristeten Rahmen für staatliche Beihilfen zur Stützung der Wirtschaft angesichts des derzeitigen Ausbruchs von COVID-19" bildet.

     

    IMMOBILIENSTEUER (IMU) FÜR NICHANSÄSSIGE PERSONEN

    Ab 2021 entrichten Nichtansässige, die aufgrund von internationalen Übereinkommen mit Italien eine Rente erhalten, und in einem anderen Vertragsstaat als Italien ansässig sind, die Immobiliensteuer (IMU) im reduzierten Ausmaß von 50 Prozent und die Müllgebühren (TARI) im reduzierten Ausmaß von 2/3 pro Wohnimmobilie im Eigentum oder Fruchtgenuss in Italien, die nicht vermietet oder kostenlos zur Nutzung überlassen wird.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR MIETZINS VON NICHTWOHNGEBÄUDEN UND BETRIEBSPACHTZINS

    Das Steuerguthaben für den Mietzins von Nichtwohngebäuden und für die Betriebspacht gemäß Art. 28 Gesetzesdekret 34/2020 wird touristischen und gastgewerblichen Betrieben, Reisebüros und Reiseveranstaltern bis zum 30. April 2021 zuerkannt.

     

    WERBEBONUS

    Der Werbebonus wird in den Jahren 2021 und 2022 in Höhe von 50 Prozent des Wertes der in (digitalen) Zeitungen und Zeitschriften getätigten Werbeinvestitionen gewährt, wobei in den Jahren 2021 und 2022 jeweils eine Obergrenze von höchstens Euro 50 Millionen gilt.

    Außerdem steht der Werbebonus 2021 und 2022 folgenden Rechtssubjekten zu:

    • Kaufleuten, die ausschließlich im Einzelhandel von Zeitungen, Zeitschriften und Periodika tätig sind;
    • Unternehmen im Bereich Pressevertrieb, die Tageszeitungen oder Zeitungen an Händler in Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern und Gemeinden mit nur einer Verkaufsstelle liefern.

     

    MEHRWERTSTEUER - FAHRT AUF HOHER SEE

    Aufgrund der Mehrwertsteuerbefreiung gilt ein Schiff als hochseetauglich, wenn dessen Fahrten im vorherigen Kalenderjahr - oder bei erster Nutzung im laufenden Jahr - zu über 70 Prozent auf hoher See erfolgt sind. Als Fahrten auf hoher See gelten Fahrten auf Strecken, bei denen das Küstenmeer, das auf Grundlage der Basislinie und unabhängig von der Route berechnet wird, überschritten wird.

    Personen, die die Möglichkeit des Einkaufs oder Imports ohne Zahlung der Steuer in Anspruch nehmen wollen, bescheinigen die Fahrt auf hoher See über eine entsprechende Erklärung, die in Übereinstimmung mit dem in der Verfügung des Direktors des italienischen Finanzamtes genehmigten Vordruck verfasst und beim italienischen Finanzamt elektronisch eingereicht wird.

    Der Vordruck zur Einreichung der Erklärung wird mit der Verfügung des Direktors des italienischen Finanzamtes, die innerhalb von 60 Tagen nach Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes erlassen wird, genehmigt.

     

    MEHRWERTSTEUER - WASSERFAHRZEUGE

    Für die Zwecke von Art. 7-sexies DPR 633/1972 wird die Erklärung des Nutzers über das Anmieten (auch Leasing), die Leihe oder ähnliche nicht kurzzeitige Leistungen im Zusammenhang mit Wasserfahrzeugen in der EU in Übereinstimmung mit dem in der Verfügung des Direktors des italienischen Finanzamtes genehmigten Vordruck verfasst und beim italienischen Finanzamt elektronisch eingereicht. In der Erklärung können auch mehrere Transaktionen zwischen denselben Parteien angegeben werden. Die Angaben zum Protokoll über den Erhalt der Erklärung müssen auf den Rechnungen über die erbrachten Leistungen ausgewiesen werden.

    Zum Jahresende überprüfen die Nutzer, die auf Grundlage der geplanten Nutzung des Wasserfahrzeuges einen provisorisch festgelegten Prozentsatz angeben, das Bestehen der Voraussetzung der effektiven Nutzung der Leistungen in der EU und ergänzen die Erklärung innerhalb des ersten Monats des darauffolgenden Jahres. Der Leistungserbringer stellt eine Änderungsanzeige für den höheren oder niedrigeren Betrag der geschuldete Steuer gemäß Art. 26 DPR 633/1972 ohne Strafgebühren und Zinsen aus.

    Bei einer unwahren Erklärung fordert das italienische Finanzamt die Differenz zwischen der auf Grundlage der effektiven Nutzung der Leistung geschuldeten Mehrwertsteuer und die in der Rechnung auf Grundlage der unwahren Erklärung angegebenen Mehrwertsteuer vom Nutzer ein, verhängt eine Strafgebühr in Höhe von 30 Prozent auf die Differenz und ordnet die Zahlung der Verzugszinsen, die täglich auflaufen und auf Grundlage des gesetzlichen Zinssatzes berechnet werden, an.

    Der Leistungserbringer, der die Leistungen ohne vorherige elektronische Überprüfung der erfolgten Einreichung der Erklärung beim italienischen Finanzamt erbringt, haftet für die im Zusammenhang mit der effektiven Nutzung der Miete oder auch des Leasings, der Leihe oder ähnlicher nicht kurzzeitiger Leistungen im Zusammenhang mit Wasserfahrzeugen in der EU geschuldete Mehrwertsteuer sowie für die eventuellen Strafgebühren und Zinsen.

    Der Vordruck zur Einreichung der Erklärung wird mit der Verfügung des Direktors des italienischen Finanzamtes, die innerhalb von 60 Tagen nach Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes erlassen wird, genehmigt.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR INVESTITIONENSKOSTEN INDUSTRIE 4.0

    Ansässigen Unternehmen, einschließlich Betriebsstätten gebietsfremder Rechtssubjekte, sowie Künstlern und Freiberuflern, die

    • in neue Wirtschaftsgüter für Produktionsstätten in Italien investieren,
    • diese Investitionen zwischen 16. November 2020 und 31. Dezember 2022 bzw. bis 30. Juni 2023 tätigen, unter der Voraussetzung, dass die diesbezügliche Bestellung bis zum 31. Dezember 2022 vom Verkäufer angenommen und eine Anzahlung in Höhe von mindestens 20 Prozent des Anschaffungswertes durchgeführt wird,

    wird ein Steuerguthaben für verschiedene Kategorien von förderungswürdigen Gütern zuerkannt.

    Das Steuerguthaben kann nicht von Unternehmen in Anspruch genommen werden, die einer freiwilligen Liquidation, Zahlungsunfähigkeit, einer Zwangsliquidation im Verwaltungswege, einem Insolvenzvergleich ohne Unternehmensfortführung oder einem anderen Konkursverfahren gemäß Königlichem Dekret 267/1942, Gesetzessammlung zu Unternehmenskrisen und Zahlungsunfähigkeit GVD 14/2019 oder anderen Sondergesetzen unterliegen oder gegen die ein Verfahren bezüglich einer dieser Situationen läuft. Weiters sind Unternehmen, gegen die Untersagungsstrafen gemäß Art. 9 Abs. 2 GVD 231/2001 verhängt wurden, von der Steuerförderung ausgeschlossen.

    Unternehmen, denen das Steuerguthaben zusteht, können dieses jedoch nur in Anspruch nehmen, wenn die in den jeweiligen Bereichen geltenden Bestimmungen zur Sicherheit am Arbeitsplatz eingehalten und die Zahlungsverpflichtungen für Vor- und Fürsorgebeiträge der Angestellten korrekt erfüllt werden.

    Die Steuerförderung gilt für Investitionen in neue, betrieblich genutzte materielle und immaterielle Anlagegüter, wobei folgende Güter ausgeschlossen sind:

    • Güter gemäß Art. 164 Abs. 1 EStG (Transportmittel);
    • Güter mit einem Abschreibungssatz für Steuerzwecke von weniger als 6,5 Prozent;
    • Gebäude, Bauwerke und Güter gemäß Anlage 3 Gesetz 208/2015;
    • unentgeltlich übertragbare Güter der im Rahmen einer Konzession und zu einem Tarif tätigen Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser, Transportwesen, Infrastruktur, Post, Telekommunikation, Abwassersammlung und -reinigung sowie Abfallsammlung und -entsorgung.

    Das Steuerguthaben wird für Investitionen in materielle Anlagegüter, die nicht in Anlage A Gesetz 232/2016 angeführt sind, mit einer Betragsbegrenzung der zulässigen Kosten in Höhe von Euro 2 Millionen und für Investitionen in immaterielle Anlagegüter, die nicht in Anlage B Gesetz 232/2016 angeführt sind, mit einer Betragsbegrenzung der zulässigen Kosten in Höhe von 1 Million zuerkannt. Die Investitionen müssen in folgendem Zeitraum getätigt werden:

    • zwischen 16. November 2020 und 31. Dezember 2021, bzw. bis 30. Juni 2022, unter der Voraussetzung, dass die diesbezügliche Bestellung bis zum 31. Dezember 2021 vom Verkäufer angenommen und eine Anzahlung in Höhe von mindestens 20 Prozent des Anschaffungswertes, im Ausmaß von 10 Prozent der Kosten (erhöht um 15 Prozent für Investitionen in Arbeitsmittel und technologische Geräte, die vom Unternehmen für Smart Working gemäß Art. 18 Gesetz 81/2017 eingesetzt werden), durchgeführt wird;
    • zwischen 1. Januar 2022 und 31. Dezember 2022 bzw. 30. Juni 2023, unter der Voraussetzung, dass die diesbezügliche Bestellung bis zum 31. Dezember 2022 vom Verkäufer angenommen und eine Anzahlung in Höhe von mindestens 20 Prozent des Anschaffungswertes, im Ausmaß von 6 Prozent, durchgeführt wird.

    Das Steuerguthaben wird für Investitionen in neue Anlagegüter gemäß Anlage A Gesetz 232/2016 zuerkannt, die in folgendem Zeitraum getätigt werden:

    • zwischen 16. November 2020 und 31. Dezember 2021 bzw. 30. Juni 2022, unter der Voraussetzung, dass die diesbezügliche Bestellung bis zum 31. Dezember 2021 vom Verkäufer angenommen und eine Anzahlung in Höhe von mindestens 20 Prozent des Anschaffungswertes durchgeführt wird, und zwar im Ausmaß von:
    • 50 Prozent der Kosten für den Investitionsanteil in Höhe von bis zu Euro 2,5 Millionen;
    • 30 Prozent der Kosten für den Investitionsanteil in Höhe von mehr als Euro 2,5 Millionen und bis zu Euro 10 Millionen;
    • 10 Prozent der Kosten für den Investitionsanteil in Höhe von mehr als Euro 10 Millionen und bis zum Höchstbetrag der insgesamt zulässigen Kosten von Euro 20 Millionen;
    • zwischen 1. November 2022 und 31. Dezember 2022 bzw. 30. Juni 2023, unter der Voraussetzung, dass die diesbezügliche Bestellung bis zum 31. Dezember 2022 vom Verkäufer angenommen und eine Anzahlung in Höhe von mindestens 20 Prozent des Anschaffungswertes durchgeführt wird, und zwar im Ausmaß von:
    • 40 Prozent der Kosten für den Investitionsanteil in Höhe von bis zu Euro 2,5 Millionen;
    • 20 Prozent er Kosten für den Investitionsanteil in Höhe von mehr als Euro 2,5 Millionen und bis zu Euro 10 Millionen;
    • 10 Prozent der Kosten für den Investitionsanteil in Höhe von mehr als Euro 10 Millionen und bis zum Höchstbetrag der insgesamt zulässigen Kosten von Euro 20 Millionen.

    Das Steuerguthaben wird für Investitionen in neue immaterielle Güter gemäß Anlage B Gesetz 232/2016 zuerkannt, die in folgendem Zeitraum getätigt werden:

    • zwischen 16. November 2020 und 31. Dezember 2022, bzw. bis 30. Juni 2023, unter der Voraussetzung, dass die diesbezügliche Bestellung bis zum 31. Dezember 2022 vom Verkäufer angenommen und eine Anzahlung in Höhe von mindestens 20 Prozent des Anschaffungswertes, im Ausmaß von 20 Prozent der Kosten, mit einer Betragsbegrenzung der zulässigen Kosten in Höhe von Euro 1 Million (einschließlich der Ausgaben für Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Verwendung der Güter gemäß Anlage B über Cloud Computing, für den periodengerechten Anteil) durchgeführt wird;

    Das Steuerguthaben kann ausschließlich gemäß Art. 17 GVD 241/1997 ohne Betragsbegrenzung in drei gleich hohen Jahresraten verrechnet werden, und zwar ab dem Jahr der Inbetriebnahme der Güter bzw. ab dem Jahr der erfolgten Einbindung der Güter gemäß den Anlagen A und B Gesetz 232/2016.

    Bei Investitionen in Anlagegüter im Zeitraum zwischen 16. November 2020 und 31. Dezember 2021 können Unternehmen mit Erträgen oder Vergütungen von weniger als Euro 5 Millionen das Steuerguthaben für andere als in Anlage A angeführte materielle Anlagegüter im Rahmen einer einzigen Jahresrate verrechnen.

    Sollte die Einbindung der Güter gemäß Anlage A in einem Veranlagungszeitraum nach jenem der Inbetriebnahme erfolgen, kann der Teil des Steuerguthabens, der für die anderen materiellen Güter zuerkannt wird, dennoch genutzt werden.

    Das Steuerguthaben zählt nicht zu den Einkünften und auch nicht zur Bemessungsgrundlage der regionalen Wertschöpfungssteuer IRAP. Es kann gemeinsam mit anderen Steuerförderungen im Zusammenhang mit denselben Kosten kumuliert werden, solange die Kumulierung, auch unter Berücksichtigung, dass es nicht zum Einkommen und zur Bemessungsgrundlage der regionalen Wertschöpfungssteuer IRAP zählt, nicht die Überschreitung der getragenen Kosten zur Folge hat.

    Werden die steuergeförderten Güter bis zum 31. Dezember der zweiten Folgejahres der Inbetriebnahme bzw. der Einbringung entgeltlich abgetreten oder sind diese für Produktionsstätten (desselben Rechtssubjekts) im Ausland vorgesehen, wird das Steuerguthaben entsprechend reduziert.

    Ein eventuell bereits verrechnetes höheres Steuerguthaben muss direkt vom Rechtssubjekt innerhalb der Frist für die Saldozahlung der Einkommenssteuern für den Veranlagungszeitraum, in dem die genannten Fälle eintreten, ohne Strafgebühren oder Zinsen rückerstattet werden.

    Die Bestimmungen gemäß Art. 1 Abs. 35-36 Gesetz 205/2017 im Bereich Ersatzinvestitionen sind sinngemäß anzuwenden.

    Rechtssubjekte, die das Steuerguthaben in Anspruch nehmen, müssen die Unterlagen für den Nachweis der effektiven Ausgaben und der korrekten Bestimmung der förderungsfähigen Kosten, bei sonstiger Verwirkung der Begünstigung, aufbewahren. Zu diesem Zwecke muss in den Rechnungen und den anderen Unterlagen im Zusammenhang mit dem Erwerb der steuergeförderten Güter ein ausdrückliche Gesetzesverweis angeführt werden.

    Bezüglich der Investitionen in Güter gemäß den Anlagen A und B müssen die Unternehmen weiters ein beglaubigtes Gutachten, das von einem Ingenieur oder einem Gewerbetechniker ausgestellt wurde, der in das jeweilige Berufsverzeichnis eingetragen ist, oder eine Konformitätsbescheinigung, die von einer akkreditierten Zertifizierungsbehörde ausgestellt wird, erstellen lassen. Aus den genannten Unterlagen muss hervorgehen, dass die Güter technische Eigenschaften aufweisen, aufgrund derer sie unter die Auflistungen gemäß den Anlagen A und B Gesetz 232/2016 fallen und dass die Güter in den Produktionsprozess oder in das Liefersystem des Unternehmens eingebunden sind.

    Für Güter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu Euro 300.000 kann der Dokumentationspflicht über eine Ersatzerklärung, die von einem gesetzlichen Vertreter gemäß DPR 445/2000 erstellt wird, nachgekommen werden.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR AUS- UND WEITERBILDUNGSMASSNAHMEN

    Für den Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2020 und bis zu jenem zum 31. Dezember 2022 steht das Steuerguthaben für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zum Wissenserwerb oder zu Wissensfestigung der im Plan "Industrie 4.0" gemäß Gesetz 205/2017 Abs. 46-56 vorgesehenen technologischen Kenntnisse für die Kosten gemäß Art. 31 Abs. 3 EU-Verordnung Nr. 651/2014 der Kommission vom 17. Juni 2014 zu.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR FILTERANLAGEN

    Zur Rationalisierung des Wasserverbrauchs und zur Reduzierung des Verbrauchs von Plastikbehältern für Trinkwasser wird natürlichen Personen sowie Unternehmern, Künstlern und Freiberuflern und nicht gewerblichen Körperschaften, einschließlich der Körperschaften des Dritten Sektors, vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2022 ein Steuerguthaben gewährt. Dieses beträgt 50 Prozent der Ausgaben für den Erwerb und den Einbau von Anlagen zur Filterung, Mineralisierung, Kühlung und Zuführung von Kohlendioxid E 290 zur qualitativen Verbesserung des von Menschen konsumierten Wassers aus Aquädukten bis zu einem Gesamtbetrag pro Immobilie von höchstens Euro 1.000 für natürliche Personen, die keine unternehmerische Tätigkeit ausüben, und Euro 5.000 für andere Rechtssubjekte.

     

    VORABVEREINBARUNGEN FÜR INTERNATIONAL TÄTIGE UNTERNEHMEN

    Die Zulässigkeit von Anträgen auf Vorabvereinbarungen gemäß Art. 31-ter DPR 600/1973 unterliegt der Zahlung einer Gebühr in Höhe von:

    1. Euro 10.000, sofern der Gesamtumsatz der Gruppe, zu der der Antragssteller gehört, weniger als Euro 100 Millionen beträgt;
    2. Euro 30.000, sofern der Gesamtumsatz der Gruppe, zu der der Antragssteller gehört, zwischen Euro 100 Millionen und Euro 750 Millionen beträgt;
    3. Euro 50.000, sofern der Gesamtumsatz der Gruppe, zu der der Antragssteller gehört, mehr als Euro 750 Millionen beträgt.

    Bei einer Erneuerung wird die Gebühr um die Hälfte reduziert.

     

    AUFWERTUNG VON ANTEILEN UND GRUNDSTÜCKEN

    Die Aufwertung der Kosten der Anteile an nicht notierten Gesellschaften und der Grundstücke seitens natürlicher Personen wird auf die zum 1. Januar 2021 gehaltenen Anteile und Grundstücke ausgedehnt. Die Ersatzsteuer beträgt 11 Prozent.

     

    GRUNDERTRÄGE UND LANDWIRTSCHAFTLICHE ERTRÄGE

    2021 zählen die Grunderträge und die landwirtschaftlichen Erträge nicht zur Bemessungsgrundlage der Einkommenssteuer von Landwirten und landwirtschaftlichen Unternehmern gemäß GVD 99/2004, die in die Rentenkasse der Landwirtschaft einzahlen.

     

    ZUSÄTZLICHER STEUERABZUG FÜR EINKÜNFTE AUS LOHNABHÄNGIGER ARBEIT

    Ab 2021 tritt der gemäß Art. 2 Gesetzesdekret 3/2020 vorgesehene und im Verhältnis zum Gesamteinkommen gestaffelte Abzug von der Bruttosteuer in Höhe von maximal Euro 480 vollumfänglich in Kraft.

     

    REDUZIERTER MEHRWERTSTEUERSATZ FÜR TAKE AWAY

    Der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 10 Prozent wird weiters auf den Verkauf von Fertiggerichten, gekochten, gebratenen, frittierten oder anderweitig zubereiteten Speisen für den sofortigen Verzehr, deren Lieferung nach Hause oder Take-away angewandt. 

     

    VON NICHT GEWERBLICHEN KÖRPERSCHAFTEN ERHALTENE DIVIDENDEN

    Dividenden, die von nicht gewerblichen Körperschaften erhalten werden, die ausschließlich oder hauptsächlich eine oder mehrere Tätigkeiten im Interesse der Allgemeinheit ohne Gewinnabsichten ausüben, um dadurch gemeinnützige und solidarische Ziele zu erreichen, zählen ab dem zum 1. Januar 2021 laufenden Geschäftsjahr nicht zur Bemessungsgrundlage der Einkünfte, und zwar im Ausmaß von 50 Prozent. Die gemeinnützige Tätigkeit muss in einem der folgenden Bereiche ausgeübt werden:

    1. Familie und familiäre Werte; Jugendentwicklung und Jugendbildung; Bildung, Ausbildung und Berufsbildung, einschließlich des Erwerbs von Unterrichtsmaterialien für die Schule; Freiwilligenarbeit, Menschenliebe und Wohltätigkeit; Religion und spirituelle Entwicklung; Seniorenbetreuung; Bürgerrechte;
    2. Kriminalitätsprävention und öffentliche Sicherheit; Lebensmittelsicherheit und qualitative Landwirtschaft; lokale Entwicklung und lokaler Volkswohnbau; Verbraucherschutz; Zivilschutz; öffentliche Gesundheit, Vorsorge- und Rehabilitationsmedizin; Sport; Suchtprävention und -rehabilitation; psychische und geistige Erkrankungen und Störungen;
    3. Forschung und Technik; Umweltschutz;
    4. Kunst, Kultur und Kulturgüter.

    Die Körperschaft muss einen Betrag in Höhe der nicht geschuldeten Steuer zur Finanzierung der in den genannten Bereichen ausgeübten gemeinnützigen Tätigkeiten nutzen und den noch nicht ausgegebenen Betrag für die gesamte Dauer des Bestehens der Körperschaft einer unteilbaren und nicht ausschüttbaren Rücklage zuführen.

     

    RÜCKKEHR VON AKADEMIKERN

    Die für die Rückkehr von Akademikern vorgesehenen Steuerförderungen gemäß Art. 5 Gesetzesdekret 34/2019 wird folgendermaßen ergänzt.

    Personen, die nicht unter Art. 5 Abs. 2 aufgeführt sind, und die

    • ins Verzeichnis der Auslandsitaliener (AIRE) eingetragen oder Bürger von EU-Ländern sind,
    • ihren Wohnsitz bereits vor 2020 verlegt haben und zum 31. Dezember 2019 Begünstigte der Steuerregelung gemäß Art. 16 GVD 147/2015 waren,

    können für die Anwendung der Steuerförderung (Art. 5 Abs. 1 Buchst. c) optieren. Dazu müssen vorab folgende Zahlungen vorgenommen werden:

    1. ein Betrag in Höhe von 10 Prozent der aus lohnabhängiger und selbständiger Arbeit in Italien erzielten Einkünfte, die unter die Steuerregelung gemäß Art. 16 GVD 147/2015 fallen und sich auf den Veranlagungszeitraum vor jenem beziehen, in dem für die Anwendung der Steuerförderung optiert wurde, wenn die Person zum Zeitpunkt der Ausübung der Option mindestens ein minderjähriges (auch noch nicht offiziell adoptiertes) Kind hat,
    2. ein Betrag in Höhe von 5 Prozent der aus lohnabhängiger und selbständiger Arbeit in Italien erzielten Einkünfte, die unter die Steuerregelung gemäß Art. 16 GVD 147/2015 fallen und sich auf den Veranlagungszeitraum vor jenem beziehen, in dem für die Anwendung der Steuerförderung optiert wurde, wenn die Person zum Zeitpunkt der Ausübung der Option mindestens drei minderjährige (auch noch nicht offiziell adoptierte) Kinder hat.

    In beiden Fällen gilt die Voraussetzung, dass die Person infolge des Umzugs nach Italien oder in den 12 Monaten vor dem Umzug Eigentümerin wenigstens einer Wohnimmobilie in Italien ist bzw. innerhalb von 18 Monaten nach der Ausübung der Option Eigentümerin wird, bei sonstiger Rückgabe der zusätzlich genutzten Steuervergünstigung ohne Strafgebühren. Die Wohnimmobilie kann direkt vom Erwerbstätigen oder vom Ehepartner, Lebenspartner oder von den Kindern oder als Miteigentum erworben werden.

    Die Ausübungsmodalitäten der Option werden in einer einer Verfügung des italienischen Finanzamtes festgelegt, die innerhalb von 60 Tagen ab Inkrafttreten der genannten Bestimmung erlassen wird.

     

    PLASTIKSTEUER

    Das Inkrafttreten der Plastiksteuer wird bis zum 1. Juli 2021 aufgeschoben.

     

    ZUCKERSTEUER

    Das Inkrafttreten der Zuckersteuer wird bis zum 1. Januar 2022 aufgeschoben.

     

     

    Mit freundlichen Grüßen

    HAGER & PARTNERS

Unser Team steht Ihnen zur Verfügung

Seit 25 Jahren zeichnen uns Fachkompetenz, Einsatz und Engagement aus.
Vertrauen Sie unseren Beratern, die Sie fachkundig und maßgeschneidert beraten: Gemeinsam werden wir die optimale Lösung für Sie finden.

Cookies help us in providing our services. By using our services you agree that we set cookies. Read more.