NEWSLETTER N. 39 - 2020

  • RISTORI-QUATER-DEKRET

    Mit Gesetzesdekret Nr. 157 vom 30. November 2020 (sogenanntes "Ristori-Quater-Dekret"), veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 297 vom 30. November 2020, wurden weitere steuerliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem epidemiologischen Notstand durch COVID-19 eingeführt.

     

    VERLÄNGERUNG DER ZWEITEN VORAUSZAHLUNG BIS ZUM 10. DEZEMBER 2020

    Für Unternehmer und Selbständige mit Steuerwohnsitz, Rechts- oder Geschäftssitz in Italien wird die Frist für die zweite oder einzige Vorauszahlung der Einkommenssteuer (IRPEF) und der regionalen Wertschöpfungssteuer (IRAP) mit Ablauf am 30. November 2020 bis zum 10. Dezember 2020 verlängert.

     

    VERLÄNGERUNG DER ZWEITEN VORAUSZAHLUNG BIS ZUM 30. APRIL 2021

    Für Steuerpflichtige, die die Zuverlässigkeitsindizes ISA anwenden, wurde die Verlängerung der Frist bis zum 30. April 2021 für die zweite oder einzige Vorauszahlung der Einkommenssteuer (IRPEF) und der regionalen Wertschöpfungssteuer (IRAP), die bereits gemäß Art. 98 des „August-Dekrets“ und gemäß Art. 6 des „Ristori-bis-Dekrets“ vorgesehen war, bestätigt.

    Weiters wurde die Frist für die zweite oder einzige Vorauszahlung der Einkommenssteuer (IRPEF) und der regionalen Wertschöpfungssteuer (IRAP), die für den Veranlagungszeitraum nach jenem zum 31. Dezember 2019 geschuldet sind, bis zum 30. April 2021 ohne Strafgebühren und Zinsen auch für folgende Steuerpflichtige verlängert:

    1. Unternehmer und Selbständige mit Steuerwohnsitz, Rechts- oder Geschäftssitz in Italien, die:
      • Erträge oder Vergütungen von höchstens Euro 50 Millionen im Veranlagungszeitraum vor jenem zum 30. November 2020 erzielt haben, und
      • im ersten Halbjahr 2020 einen Rückgang des Umsatzes oder der Vergütung in Höhe von mindestens 33 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 verzeichnet haben;
    2. Unternehmer und Selbständige, die:
      • in den Wirtschaftsbereichen gemäß Anlage 1 und 2 Gesetzesdekret 149/2020 (“Ristori-bis-Dekret") tätig sind, und die
      • ihren Steuerwohnsitz oder Geschäftssitz in einem zum 26. November 2020 festgestellten Risikogebiet in Italien mit sehr hohem Schweregrad gemäß Verfügungen des ital. Gesundheitsministers im Sinne von Art. 3 DPCM vom 3. November 2020 haben oder für Restaurantbetreiber in einem zum 26. November 2020 festgestellten Risikogebiet in Italien mit hohem Schweregrad gemäß Verfügungen des ital. Gesundheitsministers im Sinne von Art. 2 DPCM vom 3. November 2020, 

    unabhängig von den Erträgen oder Vergütungen und dem Rückgang des Umsatzes oder der Vergütungen.

     

    AUFSCHUB DER ZAHLUNGEN FÜR DEZEMBER

    Für Unternehmer und Selbständige mit Steuerwohnsitz, Rechts- oder Geschäftssitz in Italien, die

    • Erträge oder Vergütungen von höchstens Euro 50 Millionen im Veranlagungszeitraum vor jenem zum 30. November 2020 erzielt haben und die
    • im November 2020 einen Rückgang des Umsatzes oder der Vergütungen in Höhe von mindestens 33 Prozent im Vergleich zu November 2019 verzeichnet haben,

    werden folgende für Dezember 2020 vorgesehene Zahlungsfristen ausgesetzt:

    1. die Zahlungen von Quellensteuern auf Einkünfte aus lohnabhängiger Arbeit und gleichgestellte Einkünfte gemäß Art. 23 und Art. 24 DPR 600/1973 sowie die Steuereinbehalte bezüglich der regionalen und kommunalen Zusatzsteuern;
    2. die Abführung der Mehrwertsteuer;
    3. die Entrichtung der Vor- und Fürsorgebeiträge.

    Der Aufschub gilt in jedem Falle für Unternehmer und Selbständige mit Steuerwohnsitz, Rechts- oder Geschäftssitz in Italien, die ihre Tätigkeit nach dem 30. November 2019 aufgenommen haben.

    Weiters wird der Aufschub unabhängig von den Erträgen oder Vergütungen oder dem Rückgang des Umsatzes oder der Vergütungen für Steuerpflichtige angewandt, die:

    • die ausgesetzten Wirtschaftstätigkeiten gemäß Art. 1 DPCM vom 3. November 2020 ausüben und ihren Steuerwohnsitz, Rechts- oder Geschäftssitz in Italien haben,
    • in der Gastronomie tätig sind und ihren Steuerwohnsitz, Geschäfts- oder Rechtssitz in einem zum 26. November 2020 festgestellten Risikogebiet in Italien mit hohem oder sehr hohem Schweregrad gemäß Verfügungen des ital. Gesundheitsministers im Sinne von Art. 2 und 3 des DPCM vom 3. November 2020 haben,
    • die Tätigkeiten gemäß Anlage 2 Gesetzesdekret 149/2020 ausüben bzw. gastgewerbliche Tätigkeiten, Reisebüros oder Reiseveranstalter mit Steuerwohnsitz, Rechts- oder Geschäftssitz in einem zum 26. November 2020 festgestellten Risikogebiet in Italien mit sehr hohem Schweregrad gemäß Verfügungen des ital. Gesundheitsministers im Sinne von Art. 3 des DPCM vom 3. November 2020.

    Sämtliche ausgesetzten Zahlungen müssen ohne Strafgebühren und Zinsen in Form einer Einmalzahlung bis zum 16. März 2021 oder in höchstens vier gleichen Monatsraten mit Zahlung der ersten Rate bis zum 16. März 2021 erfolgen. Bereits bezahlte Beträge werden nicht rückerstattet.

     

    VERLÄNGERUNG DER EINREICHFRIST FÜR EINKOMMENSSTEUERERKLÄRUNG UND IRAP-ERKLÄRUNG

    Die Frist für die elektronische Einreichung der Einkommenssteuererklärung und der IRAP-Erklärung mit Ablauf am 30. November 2020 wird für alle Steuerpflichtigen bis zum 10. Dezember 2020 verlängert.

     

    VERLÄNGERUNG DER ZAHLUNGSFRISTEN FÜR BEGÜNSTIGTE BEILEGUNGEN

    Die Zahlungsfrist der geschuldeten Beträge für die Verschrottung von Steuerzahlkarten („rottamazione-ter") und für die definitive Abfindung von Steuerschulden („saldo e stralcio“) vom 10. Dezember 2020 wurde bis zum 1. März 2021 verlängert.

     

    VERLÄNGERUNG DER ZAHLUNGSFRISTEN FÜR DIE EINHEITSABGABE (PREU)

    Der Saldobetrag der Einheitsabgaben (PREU) auf Unterhaltungsgeräte und die Konzessionsgebühr des fünften Zweimonatszeitraums 2020 wird wie folgt entrichtet:

    • 20 Prozent des auf Grundlage der Spieleinkünfte im genannten Zweimonatszeitraum geschuldeten Betrages bis zum 18. Dezember 2020
    • 80 Prozent in gleich hohen Monatsraten zzgl. der für jeden Tag berechneten gesetzlichen Zinsen mit Zahlung der ersten Rate bis zum 22. Jänner 2021 und der darauffolgenden Raten bis zum letzten Tag eines jeden Folgemonats. Die letzte Rate ist bis zum 30. Juni 2021 zu bezahlen.

     

    “RISTORI-DEKRET”: VERLUSTBEITRAG

    Der Verlustbeitrag gemäß Gesetzesdekret 137/2020 ("Ristori-Dekret") steht auch Rechtssubjekten zu, die am 25. Oktober 2020 eine gültige Mehrwertsteuernummer aufweisen und angegeben haben, vorwiegend eine der Tätigkeiten gemäß den Ateco-Kodizes in Anlage 1 des Dekrets (siehe Anlage) auszuüben.

     

    RATENZAHLUNG DER IN STEUERROLLEN EINGETRAGENEN BETRÄGE

    Infolge der Beantragung der Ratenzahlung und bis zur eventuellen Ablehnung derselben oder des eventuellen Ablaufs aufgrund des Aufschubs gilt Folgendes:

    1. die Verjährungs- und Verwirkungsfristen sind ausgesetzt;
    2. es können keine neuen Sachpfändungen und Hypotheken eingetragen werden, vorbehaltlich derer, die bereits bei der Beantragung eingetragen waren;
    3. es können keine neuen Vollstreckungsverfahren eingeleitet werden.

    Steuerpflichtige müssen bei Anträgen auf Ratenzahlung, die bis zum 31. Dezember 2020 eingereicht werden für die Gewährung besagter Ratenzahlung nachweisen, sich in einer derzeit objektiv schwierigen Lage zu befinden, vorausgesetzt, die in der Steuerrolle eingetragenen Summen übersteigen Euro 100.000.

    Werden 10 (auch nicht aufeinanderfolgende) Raten nicht beglichen, verwirkt der Anspruch auf Ratenzahlung.

    Für Steuerschulden, deren Anspruch auf Ratenzahlung vor dem Beginn des Aufschubs (8. März 2020) verwirkt ist, kann bis zum 31. Dezember 2021 ein neuer Antrag auf Ratenzahlung eingereicht werden, wobei die zum Zeitpunkt der Einreichung abgelaufenen Raten nicht beglichen werden müssen.

     

    IMU-BEFREIUNG

    Die in den Gesetzesdekreten “Decreto Rilancio”, “August-Dekret”, “Ristori-Dekret” und “Ristori-bis-Dekret” eingeführten Vorschriften zur Befreiung von der Immobiliensteuer (IMU) werden für IMU-Steuerzahler (nicht zwingend Eigentümer) angewandt, die auch die in den genannten Vorschriften angegebenen wirtschaftlichen Tätigkeiten ausüben.

     

    ENTSCHÄDIGUNGEN FÜR SAISONSARBEITER

    Für Saisonarbeiter in den Bereichen Tourismus, Thermalanlagen, Showgeschäft und Haustürgeschäft wurden Entschädigungen vorgesehen.

     

    Mit freundlichen Grüßen

    HAGER & PARTNERS

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