NEWSLETTER NR. 24 - 2020 / "DECRETO RILANCIO"

  • IRAP

    Unternehmen und Selbständige, die im Veranlagungszeitraum vor jenem zum 20. Mai 2020 Erträge oder Vergütungen von höchstens 250 Millionen Euro erzielt haben, sind nicht zu folgenden Zahlungen verpflichtet:

    • IRAP-Saldozahlung zum Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2019, unbeschadet der verpflichtenden Vorauszahlungen für diesen Veranlagungszeitraum;
    • erste IRAP-Vorauszahlung zum Veranlagungszeitraum nach jenem zum 31. Dezember 2019 (dieser Betrag fließt nicht in die Berechnung der Saldozahlung für selbigen Veranlagungszeitraum hinein).

    Ausgenommen von der vorstehenden Befreiung sind Banken und Finanzinstitute, Versicherungsunternehmen sowie öffentliche Körperschaften.

  • NICHT RÜCKZAHLBARE ZUSCHÜSSE

    Unternehmen, Selbständigen sowie Steuerpflichtigen, die gemäß Art. 32 des ital. EStG Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft beziehen, werden nicht rückzahlbare Zuschüsse zuerkannt, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

    • Inhaber einer Mehrwertsteuernummer,
    • laufende Geschäftstätigkeit zum Zeitpunkt der Beantragung,
    • mit Erträgen oder Vergütungen von höchstens 5 Mio. Euro im Veranlagungszeitraum vor jenem zum 20. Mai 2020.

    Der Zuschuss gilt nicht für:

    • Banken und Finanzinstitute
    • öffentliche Körperschaften,
    • Steuerpflichtige mit Anspruch auf die Entschädigung in Höhe von 600 Euro gemäß Art. 27 und 28 Gesetzesdekret 18/2020,
    • Freiberufler, die in eine private Vorsorgekasse eingeschrieben sind.

    Die nicht rückzahlbaren Zuschüsse werden zuerkannt, sofern der Umsatz bzw. die Vergütungen von April 2020 weniger als zwei Drittel des Umsatzes bzw. der Vergütungen von April 2019 ausmachen. Der Zuschuss steht in jedem Falle allen Steuerpflichtigen zu, die ihre Geschäftstätigkeit mit 1. Jänner 2019 aufgenommen haben.

    Der Zuschuss errechnet sich aus dem Differenzbetrag zwischen dem Umsatz und der Vergütungen von April 2020 und dem Umsatz und der Vergütungen von April 2019, multipliziert mit folgenden Koeffizienten:

    • 20 Prozent für Steuerpflichtige mit Erträgen oder Vergütungen von höchstens 400 Tsd. Euro,
    • 15 Prozent für Steuerpflichtige mit Erträgen oder Vergütungen von mehr als 400 Tsd. Euro und bis zu 1 Mio. Euro,
    • 10 Prozent für Steuerpflichtige mit Erträgen oder Vergütungen von mehr als 1 Mio. Euro und bis zu 5 Mio. Euro im Veranlagungszeitraum vor jenem zum 20. Mai 2020.

    Der Zuschuss beträgt in jedem Falle mindestens 1.000 Euro für natürliche Personen und 2.000 Euro für die übrigen Steuerpflichtigen.

    Der Zuschuss zählt nicht zur Bemessungsgrundlage (Körperschaftssteuer IRES/Einkommenssteuer IRPEF und regionale Wertschöpfungssteuer IRAP).

    Der entsprechende Antrag für den Zuschuss kann bei der ital. Agentur der Einnahmen ausschließlich elektronisch innerhalb von 60 Tagen ab Beginn des elektronischen Beantragungsverfahrens gemäß Verfügung des Direktors der ital. Agentur der Einnahmen eingereicht werden.

    Wird der Zuschuss trotz mangelnder Voraussetzungen dennoch bezogen, gilt Art. 316-ter des ital. Strafgesetzbuches für den unrechtmäßigen Erhalt von Zuschüssen zum Schaden des Staates "durch Verwendung oder Vorlage falscher Erklärungen oder Dokumente oder Nachweise falscher Sachverhalte bzw. durch unterlassener Angabe erforderlicher Informationen" und es wird eine Haftstrafe von sechs Monaten bis drei Jahren verhängt (beläuft sich der unrechtmäßig bezogene Betrag auf höchstens 3.999,96 Euro, wird lediglich eine Verwaltungsstrafe von 5.164 bis 25.822 Euro verhängt, die nicht mehr als das Dreifache des Zuschusses beträgt).

  • KAPITALISIERUNG DER GESELLSCHAFTEN

    STEUERGUTHABEN FÜR EINBRINGENDE GESELLSCHAFTEN

    Rechtssubjekten, die zur Gänze eingezahlte Bareinlagen für Kapitalerhöhungen leisten, die zwischen 20. Mai 2020 und 31. Dezember 2020 beschlossen und vollständig einbezahlt werden, wird ein Steuerguthaben in Höhe von 20 Prozent zuerkannt. Das Steuerguthaben wird auf Grundlage eines Höchstbetrages von 2 Mio. Euro bemessen.

    Die aufgrund der Einlage erlangte Beteiligung darf bis zum 31. Dezember 2023 nicht abgetreten werden, ansonsten verwirkt der Anspruch auf das Steuerguthaben.

    Das Steuerguthaben gilt nicht für Gesellschaften, welche die übernehmende Gesellschaft direkt oder indirekt beherrschen, der gemeinsamen Kontrolle unterliegen oder mit der übernehmenden Gesellschaft verbunden sind bzw. von dieser beherrscht werden.

    Die Einlagen sind zu Gunsten von Kapitalgesellschaften (ausgenommen Finanzinstitute und Versicherungsgesellschaften) mit Geschäftssitz in Italien zu leisten, die:

    • im Jahr 2019 Erträge gemäß Art. 85 Buchst. a) und b) des ital. EStG zwischen 5 Mio. und 50 Mio. Euro erzielt haben;
    • aufgrund des COVID-19-Notstandes im März und April 2020 einen Ertragsrückgang gegenüber demselben Vorjahreszeitraum von mindestens 33 Prozent verzeichnet haben (gilt für konsolidierte Konzernerträge, wobei konzerninterne Erträge nicht berücksichtigt werden).

    Das Steuerguthaben steht unter selben Bedingungen auch zu für:

    • Investitionen in italienische Betriebsstätten von Unternehmen mit Sitz in der EU oder im EWR,
    • Investitionen in Form von Anteilen oder Aktien von Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) mit Sitz in Italien, der EU oder im EWR, die mehr als 50 Prozent in das Gesellschaftskapital der geförderten Unternehmen investieren.

    Das Steuerguthaben kann in der Steuererklärung zum Veranlagungszeitraum, in dem die Investition getätigt wird, und in den darauffolgenden Steuererklärungen bis vollständiger Inanspruchnahme ab dem 10. Tag nach Einreichung der Steuererklärung auch über das F24-Formular ohne Betragsbegrenzung verrechnet werden. Das Steuerguthaben zählt nicht zu den Einkünften für die Zwecke der Körperschafts- und regionalen Wertschöpfungssteuer.

    Die übernehmende Gesellschaft darf vor 31. Dezember 2023 keine Rücklagen ausschütten. Die übernehmende Gesellschaft muss außerdem dem Kapitaleinbringer eine Bescheinigung über die Steuerförderung ausstellen.

     

    STEUERGUTHABEN FÜR ÜBERNEHMENDE GESELLSCHAFTEN

    Obenstehenden übernehmenden Kapitalgesellschaften, die außerdem folgende Voraussetzungen aufweisen:

    • zählen zum 31. Dezember 2019 nicht zu den Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß EU-Verordnung 651/2014, 702/2014 und 1388/2014,
    • haben sämtliche Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß abgeführt,
    • verstoßen nicht gegen die geltenden Bestimmungen zum Bauwesen und Raumordnung, Arbeitsrecht, Unfallverhütung und Umwelt,
    • beziehen keine Beihilfen, die von der Europäischen Kommission als unrechtmäßig oder unvereinbar erklärt wurden und in der Folge nicht rückerstattet wurden oder auf ein Sperrkonto eingezahlt wurden;
    • es bestehen keine Hinderungsgründe gemäß Art. 67 Gesetzesdekret 159/2011,
    • die Verwaltungsratsmitglieder, Gesellschafter und der wirtschaftliche Eigentümer wurden in den letzten fünf Jahren nicht aufgrund von Steuerhinterziehung unter Anwendung der Nebenstrafe des Ausschlusses von öffentlichen Ämtern rechtskräftig verurteilt,

    wird nach Genehmigung des Jahresabschlusses 2020 ein Steuerguthaben in Höhe von 50 Prozent der Verluste, die 10 Prozent des Eigenvermögens übersteigen, vor Abzug der Verluste, bis zu 30 Prozent der Kapitalerhöhung zuerkannt.

    Das Steuerguthaben kann über den F24-Vordruck ab dem 10. Tag nach Einreichung der Steuererklärung ohne Betragsbegrenzung verrechnet werden und zählt nicht zu den Einkünften für die Zwecke der Körperschafts- und regionalen Wertschöpfungssteuer.

    Bei Ausschüttung der Rücklagen vor dem Jahr 2024 verwirkt der Anspruch auf das Steuerguthaben.

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    Die oben skizzierten Hilfsmaßnahmen:

    • werden mit allfälligen weiteren erhaltenen Hilfsmaßnahmen kumuliert und
    • belaufen sich je Gesellschaft auf höchstens 800 Tsd. bzw. 120 Tsd. Euro für Unternehmen des Fischerei- und Aquakultursektors und 100 Tsd. Euro für Unternehmen, die im Bereich der Erstherstellung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen tätig sind.

     

    KMU VERMÖGENSFONDS

    Der "KMU Vermögensfonds" zielt darauf ab, bis zum 31. Dezember 2020 Schuldverschreibungen oder Schuldpapiere zu zeichnen, die von Gesellschaften ausgegeben werden:

    • die sämtliche obenstehenden Voraussetzungen - allerdings mit Erträgen zwischen 10 Mio. und 50 Mio. Euro - aufweisen,
    • die weniger als 250 Beschäftigte haben,

    und zwar in Höhe von maximal dem dreifachen Betrag der oben erwähnten Kapitalerhöhung und 12,5 Prozent der Erträge (je nachdem welcher Betrag niedriger ist).

    Alle oben beschriebenen Maßnahmen sind an die Genehmigung der EU geknüpft.

  • STEUERGUTHABEN FÜR MIETZINS VON NICHT-WOHNGEBÄUDEN

    Unternehmen und Selbständigen:

    • mit Erträgen oder Vergütungen von höchstens 5 Mio. Euro im Veranlagungszeitraum vor jenem zum 20. Mai 2020 (für Hotels und Pensionen bestehen keine ertragsbezogenen Voraussetzungen),
    • mit einem Rückgang des Umsatzes/der Vergütungen im März, April und Mai 2020 von mindestens 50 Prozent gegenüber demselben Monat 2019 (bei ausschließlich saisonal tätigen Beherbergungsbetrieben wird der Bezugszeitraum auf April, Mai und Juni verschoben),

    wird ein Steuerguthaben in Höhe von 60 Prozent des 2020 für März, April und Mai 2020 bezahlten Mietzinses, der Leasing- oder Konzessionsgebühren von Nichtwohngebäuden zuerkannt, die der Ausübung der Geschäftstätigkeit dienen.

    Bei komplexen Dienstleistungs- und Betriebspachtverträgen samt mindestens einem Nichtwohngebäude zur Ausübung der Geschäftstätigkeit wird ein Steuerguthaben in Höhe von 30 Prozent des entsprechenden Zinses zuerkannt.

    Das Steuerguthaben steht auch nicht gewerblichen Körperschaften einschließlich Körperschaften des dritten Sektors sowie zivilrechtlich anerkannten religiösen Körperschaften im Verhältnis zum Mietzins, den Leasing- oder Konzessionsgebühren für Nichtwohngebäuden zu, die der Ausübung der institutionellen Tätigkeit dienen.

    Das Steuerguthaben kann:

    • in der Steuererklärung zum Veranlagungszeitraum verrechnet werden, in dem die Zahlung getätigt wurde verwendet werden,
    • über den F24-Vordruck nach der Mietzinszahlung ohne Betragsbegrenzung verrechnet werden,
    • dem Vermieter oder Verpächter gegen einen Rabatt in gleicher Höhe auf den geschuldeten Zins abgetreten werden. Das Steuerguthaben kann vom Vermieter oder Verpächter in der Steuererklärung zum Veranlagungszeitraum verrechnet werden, in dem das Steuerguthaben abgetreten wurde, und zwar in Höhe des Rabattes auf den Zins (Vermieter oder Verpächter als Unternehmer, Künstler oder Freiberufler können das Steuerguthaben auch über den F24-Vordruck in Höhe des Rabattes auf den Zins ab dem auf die Abtretung folgenden Monat verrechnen);
    • an sonstige Steuerpflichtige, einschließlich Kreditinstitute und sonstige Finanzintermediäre abgetreten werden, mit möglicher nachfolgender Abtretung des Steuerguthabens.

    Das Steuerguthaben zählt nicht zu den Einkünften für die Zwecke der Körperschafts-, regionalen Wertschöpfungs- und Einkommenssteuer.

    Das Steuerguthaben kann nicht mit dem Steuerguthaben für den Mietzins für Läden und Geschäfte gemäß Gesetzesdekret 18/2020 kumuliert werden.

    Die Umsetzungsbestimmungen für die Förderung sind in der Verfügung des Direktors des ital. Finanzamtes festgesetzt.

  • INNOVATIVE START-UPS

    Ab 20. Mai 2020 wird alternativ zu dem im Art. 29 Gesetzesdekret 179/2012 genannten Steuerabzug ein Abzug von der Einkommenssteuer IRPEF in Höhe von 50 Prozent der Beträge gewährt, die direkt oder über OGAW (die hauptsächlich in innovative Start-ups investieren) in das Gesellschaftskapital eines oder mehrerer innovativer Start-ups investiert werden.

    Die abzugsfähige Investition beläuft sich auf höchstens 100 Tsd. Euro pro Jahr und die dadurch erlangte Beteiligung darf drei Jahre lang nicht abgetreten werden, ansonsten verwirkt der Anspruch auf die Förderung.

    Eine ähnliche Förderung steht für Investitionen in das Gesellschaftskapital von innovativen KMU zu.

    Die Umsetzungsbestimmungen der Förderung sind im Dekret des ital. Wirtschaftsministeriums festgelegt.

  • WEISSE ZERTIFIKATE

    Die Frist zur Überprüfung der Erfüllung der Verpflichtungen gemäß Art. 4 Abs. 3 Buchst. c) und Abs. 5 Buchst. c) des Dekret des ital. Wirtschaftsministeriums vom 11. Jänner 2017 wurde bis zum 30. November 2020 verlängert.

    Weiße Zertifikate, die nicht mit der Umsetzung von Projekten zur Verbesserung der Energieeffizienz im Zusammenhang stehen, müssen folglich für 2019 ab 15. November 2020 ausgestellt werden.

  • SUPER-ABSCHREIBUNG

    Die First vom 30. Juni 2020 für die Lieferung neuer Anlagegüter für die Zwecke der erhöhten Abschreibung wird bis zum 31. Dezember 2020 verlängert.

  • ENTSCHÄDIGUNG FÜR ERWERBSTÄTIGE

    Begünstigen, denen für März die Entschädigung in Höhe von 600 Euro gemäß Art 27, 28 und 29 Gesetzesdekret 18/2020 zuerkannt wurde, steht besagte Entschädigung in selber Höhe auch für April 2020 zu.

    Begünstigte, denen die Entschädigung gemäß Art. 30 Gesetzesdekret 18/2020 zuerkannt wurde, steht selbige Entschädigung in Höhe von 500 Euro auch für April zu.

    Besagte Entschädigung wird auch wie folgt zuerkannt:

    • an Saisonarbeiter in Tourismus- und Kureinrichtungen
    • an Arbeitnehmer im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung in der Tourismusbranche,

    die das Arbeitsverhältnis zwischen 1. Jänner 2019 und 17. März 2020 unfreiwillig beendet haben, nicht rentenberechtigt sind, kein Angestelltenverhältnis haben und kein Arbeitslosengeld (NASPI) beziehen.

    Freiberuflern mit aktiver Mehrwertsteuernummer zum 20. Mai 2020:

    • die in die INPS-Sonderkasse („gestione separata“) einzahlen, nicht rentenberechtigt sind und nicht in andere verpflichtenden Vorsorgekassen einzahlen;
    • mit einem Rückgang der Einkünfte im März und April 2020 gegenüber denselben Monaten 2019 von mindestens 33 Prozent,

    wird eine Entschädigung für Mai 2020 in Höhe von 1.000 Euro zuerkannt.

    Beschäftigten im Rahmen des Arbeitsverhältnisses der geregelten und fortdauernden Mitarbeit,

    • die in die INPS-Sonderkasse („gestione separata“) einzahlen, nicht rentenberechtigt sind und nicht in andere verpflichtenden Vorsorgekassen einzahlen;
    • deren Arbeitsverhältnis zum 20. Mai 2020 beendet wurde,

    wird eine Entschädigung für Mai 2020 in Höhe von 1.000 Euro zuerkannt.

    Lohnabhängig Angestellten und Selbständigen, deren Tätigkeit oder Arbeitsverhältnis aufgrund des COVID-19-Notstandes beendet, beschränkt oder ausgesetzt wurde und welche die Voraussetzungen gemäß Art. 84  Gesetzesdekret "Decreto Rilancio" aufweisen, wird eine Entschädigung in Höhe von jeweils 600 Euro für April und Mai zuerkannt.

  • STEUERABSETZBETRAG FÜR ENERGIEEFFIZIENZMASSNAHMEN

    Der Steuerabsetzbetrag für Energieeffizienzmaßnahmen gemäß Art. 14 Gesetzesdekret 63/2013 gilt im Ausmaß von 110 Prozent für nachgewiesene Kosten zu Lasten des Steuerpflichtigen, die zwischen 1. Juli 2020 und 31. Dezember 2021 anfallen, und ist auf die Berechtigten in 5 gleich hohen Jahresraten aufzuteilen. Er gilt für:

    1. Maßnahmen zur Wärmedämmung der vertikalen und horizontalen lichtundurchlässigen Fassadenstrukturen, die mehr als 25 Prozent der wärmeabgebenden Bruttogesamtfläche des Gebäudes ausmachen. Der Steuerabsetzbetrag errechnet sich anhand der Gesamtkosten in Höhe von höchstens 60 Tsd. Euro, multipliziert mit der Anzahl der Liegenschaftseinheiten des Gebäudes. Das verwendete Isoliermaterial muss den Mindestumweltkriterien entsprechen, die im Dekret des ital. Umweltministers vom 11. Oktober 2017 festgelegt sind;
    2. Maßnahmen an Gemeinschaftsteilen der Gebäude zum Ersatz von bestehenden Heizungsanlagen mit Zentralheizungs, -klima- oder -warmwasserbereitungsanlagen mit Kondensation (mit einem Mindestwirkungsgrad der Produktklasse A gemäß Verordnung Nr. 811/2013), mit Wärmepumpe, einschl. Hybrid- oder geothermische Anlagen, auch in Kombination mit der Installation von Photovoltaikanlagen und entsprechenden Speichersystemen, oder mit KWK-Anlagen. Der Steuerabsetzbetrag errechnet sich anhand der Gesamtkosten in Höhe von höchstens 30 Tsd. Euro, multipliziert mit der Anzahl der Liegenschaftseinheiten des Gebäudes. Der Steuerabsetzbetrag gilt auch für Kosten im Zusammenhang mit der Entsorgung oder Bonifizierung der ausgetauschten Anlage;
    3. Maßnahmen an Einfamilienhäusern für den Ersatz bestehender Heizungsanlagen mit Heizungs-, Klima- oder Warmwasserbereitungsanlagen mit Wärmepumpe, einschl. Hybrid- oder geothermische Anlagen, auch in Kombination mit der Installation von Photovoltaikanlagen und entsprechenden Speichersystemen, oder mit KWK-Anlagen. Der Steuerabsetzbetrag errechnet sich anhand der Gesamtkosten in Höhe von höchstens 30 Tsd. Euro und gilt auch für Kosten im Zusammenhang mit der Entsorgung oder Bonifizierung der ausgetauschten Anlage.

    Der Steuerabsetzbetrag im Ausmaß von 110 Prozent gilt auch für alle anderen Energieeffizienzmaßnahmen gemäß Art. 14 Gesetzesdekret 63/2013 im Rahmen der dort vorgesehenen Ausgabengrenzen. Voraussetzung hierfür ist, dass sie in Verbindung mit mindestens einer der oben genannten Maßnahmen durchgeführt werden.

    Für den Anspruch auf Steuerabzug müssen die Maßnahmen den Mindestanforderungen gemäß Art. 14 Abs. 3-ter Gesetzesdekret 63/2013 gerecht werden. Weiters muss das Gebäude dadurch mindestens 2 Energieklassen höher eingestuft werden. Sofern dies nicht möglich ist, muss die nächsthöhere Energieklasse erreicht werden, was durch den Energieausweis (APE) eines befugten Technikers in Form einer beglaubigten Erklärung nachzuweisen ist.

    Für Maßnahmen an Gebäuden in Erdbebengebieten gemäß Art. 16 Abs. 1-bis - 1-septies Gesetzesdekret 63/2013 wird der Absetzbetrag auf 110 Prozent für Kosten angehoben, die zwischen 1. Juli 2020 und 31. Dezember 2021 anfallen. Bei Abtretung des Anspruchs an ein Versicherungsunternehmen und zeitgleichem Abschluss einer Police zur Risikoabsicherung vor Naturkatastrophen steht der Steuerabsetzbetrag gemäß Art. 15 Abs. f-bis EStG im Ausmaß von 90 Prozent zu. Gebäude im Erdbebengebiet 4 gemäß Verordnung des Präsidiums des Ministerrates Nr. 3274/2003 sind ausgenommen.

    Bei der Installation von an das Stromnetz angeschlossene Photovoltaikanlagen an Gebäuden gemäß Art. 1 Abs. 1 Buchst. a), b), c) und d) DPR 412/1993 steht der Steuerabsetzbetrag gemäß Art. 16-bis EStG für die zwischen 1. Juli 2020 und 31. Dezember 2021 anfallenden Kosten im Ausmaß von 110 Prozent bis zu einem Gesamtbetrag von 48 Tsd. Euro zu. Hierfür gilt jedenfalls eine Ausgabengrenze von 2.400 Euro je kW Nennleistung der Photovoltaikanlage. Der Steuerabsetzbetrag ist auf die Berechtigten in 5 gleich hohen Jahresraten aufzuteilen, sofern die Installation der Anlagen in Verbindung mit einer der obenstehenden Maßnahmen erfolgt. Bei bautechnischen und urbanistischen Maßnahmen und Umbauarbeiten gemäß Art. 3 Buchst. d), e) und f) DPR 380/2001 beschränkt sich die Ausgabengrenze auf 1.600 Euro je kW Nennleistung. Der Steuerabsetzbetrag wird auch für die zeitgleiche oder nachträgliche Installation von Speichersystemen in vorstehende förderfähige Photovoltaikanlagen zu denselben Bedingungen, im Rahmen derselben Betrags- und Gesamtbetragsgrenzen und jedenfalls innerhalb der Ausgabengrenze von 1.000 Euro je kWh Speicherkapazität des Speichersystems zuerkannt. Die Steuerabsetzbeträge sind daran geknüpft, dass der vor Ort nicht selbst verbrauchte Strom an den italienischen Netzbetreiber GSE abgetreten wird. Die Steuerabsetzbeträge sind nicht mit anderen europäischen, italienischen und regionalen öffentlichen Förderungen jedweder Art kumulierbar.

    Der Steuerabsetzbetrag für die Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden gemäß Art. 16-ter Gesetzesdekret 63/2013 wird im Ausmaß von 110 Prozent zuerkannt und ist auf die Berechtigten in 5 gleich hohen Jahresraten aufzuteilen, sofern die Installation in Verbindung mit einer der Energieeffizienzmaßnahmen erfolgt.

    Steuerabsetzbeträge stehen für Maßnahmen zu, die (i) von Wohnungseigentumsanlagen, (ii) von natürlichen Personen, die keine gewerbliche Tätigkeit ausüben, von Künstlern und Freiberuflern an Immobilieneinheiten umgesetzt werden, die keine Einfamilienhäuser sind und nicht als Hauptwohnung dienen, (iii) von den sozialen Wohnbauinstituten und (iv) von den Wohnbaugenossenschaften an ihren Liegenschaften umgesetzt werden, die ihren Genossenschaftsmitgliedern zur Nutzung überlassen werden.

    Es kann die Option für die Abtretung oder den Abschlag des dem Steuerabzug entsprechenden Betrages ausgeübt werden. Diesbezüglich beantragt der Steuerpflichtige den Bestätigungsvermerk der Daten der Nachweise über die Erfüllung der Voraussetzungen für den Steuerabzug.

    Die Umsetzungsbestimmungen der neuen Steuerabsetzbeträge sind in der Verfügung der ital. Agentur der Einnahmen festgesetzt. 

  • UMWANDLUNG DER ABSETZBETRÄGE IN ÜBERTRAGBARES STEUERGUTHABEN

    Rechtssubjekte, die 2020 und 2021 Ausgaben für

    • die Wiedergewinnung von Bausubstanz gemäß Art. 16-bis, Buchst. a) und b) EStG;
    • Maßnahmen zur Energieeffizienz gemäß Art. 15 Gesetzesdekret 63/2013;
    • die Umsetzung von Maßnahmen für erdbebensicheres Bauen gemäß Art. 16 Abs. 1-bis bis 1-septies Gesetzesdekret 63/2013;
    • Maßnahmen für die Wiedergewinnung oder Sanierung der Außenfassade bestehender Gebäude, einschließlich reiner Reinigungs- und Anstricharbeiten;
    • die Anbringung von Photovoltaikanlagen gemäß Art. 16-bis, Buchst. h) EStG;
    • die Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge

    tätigen, können sich anstelle des direkten Steuerabzugs für folgende Optionen entscheiden:

    • Zuschuss in Form eines Preisabschlags bis zu einem Höchstbetrag entsprechend dem geschuldeten Betrag, der vom Lieferanten, der die Maßnahmen durchführt, vorfinanziert und von diesem in Form eines Steuerguthabens wieder eingebracht wird, wobei das Steuerguthaben in weiterer Folge an andere Rechtssubjekte abgetreten werden kann;
    • Umwandlung des entsprechenden Betrages in ein Steuerguthaben, wobei diese in weiterer Folge an andere Rechtssubjekte abgetreten werden kann.

    Das Steuerguthaben kann auch verrechnet werden und wird mit derselben Aufteilung in Jahresraten in Anspruch genommen, mit der der Steuerabzug erfolgt wäre. Jener Teil des Steuerguthabens, der im entsprechenden Jahr nicht verwendet wird, kann in den Folgejahren nicht verrechnet werden und wird auch nicht erstattet.

  • ABTRETUNG VON STEUERGUTHABEN

    Bis zum 31. Dezember 2021 können die Begünstigten folgende Steuerguthaben an andere Rechtssubjekte abtreten:

    • Steuerguthaben für Läden und Geschäfte gemäß Art. 65 Gesetzesdekret 18/2020; 
    • Steuerguthaben für Mietzinse von nicht für Wohnzwecke eingestufte Gebäude sowie zur Betriebspacht genutzte Immobilien gemäß Art. 28 Gesetzesdekret "Decreto Rilancio";
    • Steuerguthaben für die Desinfizierung von Arbeitsplätzen und den Ankauf von Schutzausrüstungen gemäß Art. 125 Gesetzesdekret "Decreto Rilancio";
    • Steuerguthaben für die Anpassung der Arbeitsplätze gemäß Art. 120 des Gesetzesdekrets "Decreto Rilancio".

    Das Steuerguthaben kann auch verrechnet werden und wird vom Übernehmer auf dieselbe Weise verwendet, wie es beim Abtretenden der Fall gewesen wäre. Jener Teil des Steuerguthabens, der im entsprechenden Jahr nicht verwendet wird, kann in den Folgejahren nicht verrechnet werden und wird auch nicht erstattet.

    Die Umsetzungsbestimmungen für die neuen Steuerabsetzbeträge sind in der Verfügung des Direktors der ital. Agentur der Einnahmen festgesetzt.

  • STEUERGUTHABEN FÜR DIE ANPASSUNG DER ARBEITSPLÄTZE

    Unternehmen, Freiberuflern, die ihre Tätigkeit an öffentlich zugänglichen Orten ausüben, Vereinigungen, Stiftungen und anderen privaten Körperschaften, einschließlich der Körperschaften des dritten Sektors, steht ein Steuerguthaben in Höhe von 60 Prozent der im Jahr 2020 getätigten Ausgaben - maximal 80 Tsd. Euro - für die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und der Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung von COVID-19 zu. Dazu zählen auch die erforderlichen baulichen Maßnahmen zum Umbau von Umkleideräumen und Mensen, die Maßnahmen zur Errichtung von medizinischen Räumlichkeiten, Eingängen und Gemeinschaftsflächen, jene für den Ankauf von Sicherheitsvorrichtungen, für die Entwicklung oder den Ankauf von Mitteln und Technologien zur Durchführung der Arbeitstätigkeit und für den Ankauf von Geräten zur Temperaturkontrolle der Angestellten und der Nutzer.

    Das Steuerguthaben ist mit anderen Steuervorteilen kumulierbar und kann im Jahr 2021 ohne Betragsbeschränkung ausschließlich verrechnet werden.

  • STEUERGUTHABEN FÜR DIE DESINFIZIERUNG

    Unternehmen, Freiberuflern, nicht gewerblichen Körperschaften, einschließlich Körperschaften des dritten Sektors, und zivilrechtlich anerkannten religiösen Körperschaften steht ein Steuerguthaben in Höhe von 60 Prozent der im Jahr 2020 getätigten Ausgaben für die Desinfizierung der Arbeitsräume und der verwendeten Arbeitsmittel sowie für den Ankauf von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und anderen Ausrüstungen zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter und Nutzer zu.

    Das Steuerguthaben steht dem Begünstigten im Ausmaß von höchstens 60 Tsd. Euro zu.

    Folgende Maßnahmen sind förderungsfähig:

    • die Desinfizierung der Arbeitsplätze, an denen die Arbeit und die institutionelle Tätigkeit durchgeführt wird, und der im Rahmen dieser Tätigkeiten verwendeten Arbeitsmittel;
    • der Ankauf von PSA wie Schutzmasken, Handschuhe, Schutzvisiere und -brillen, Schutzanzüge und Schuhe, die den grundlegenden Sicherheitsanforderungen der europäischen Rechtsvorschriften entsprechen;
    • der Ankauf von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln;
    • der Ankauf anderer Sicherheitsausrüstung wie Fieberthermometer, Thermoscanner, Bodenbeläge und Behälter mit dekontaminierender und desinfizierender Wirkung, die den grundlegenden Sicherheitsanforderungen der europäischen Rechtsvorschriften entsprechen, einschließlich allfälliger Ausgaben für deren Anbringung;
    • der Ankauf von Ausrüstungen zur Gewährleistung des zwischenmenschlichen Sicherheitsabstandes wie Schutzbarrieren und -platten, einschließlich allfälliger Ausgaben für deren Anbringung.

    Das Steuerguthaben kann in der Steuererklärung zum Veranlagungszeitraum, in dem die Ausgaben getätigt wurden, in Anspruch genommen bzw. ohne Betragsbeschränkung verrechnet werden. Das Steuerguthaben zählt nicht zu den Einkünften für die Zwecke der Körperschafts-, regionalen Wertschöpfungs- und Einkommenssteuer.

    Mit Verfügung des Direktors der ital. Agentur der Einnahmen wurden die Kriterien und Modalitäten für die Anwendung und Inanspruchnahme des Steuerguthabens mit einer Ausgabegrenze von insgesamt 200 Mio. für das Jahr 2020 festgelegt.

  • SPARPLÄNE

    Bei langfristigen Sparplänen, die während mindestens zwei Dritteln des Kalenderjahres der Planlaufzeit mindestens 70 Prozent des Gesamtwerts direkt oder indirekt folgendermaßen investieren:

    • in Finanzierungsinstrumente, einschließlich derer, die nicht auf geregelten Märkten oder in multilateralen Handelssystemen gehandelt werden, die von Gesellschaften mit Sitz in Italien, in der EU oder im EWR mit Betriebsstätte in Italien ausgegeben oder mit diesen abgeschlossen wurden und die nicht im FTSE MIB- und FTSE Mid Cap-Index der italienischen Börse oder in gleichwertigen Indizes anderer geregelter Märkte gelistet sind;
    • in Darlehen, die an genannte Unternehmen vergeben wurden;
    • in Forderungen genannter Unternehmen,

    wird das Investitionslimit auf 20 Prozent angehoben.

    Bezüglich langfristiger Sparpläne gemäß Art. 13-bis Abs. 2-bis Gesetzesdekret 124/2019 können Investoren Beträge oder Werte von höchstens 150 Tsd. Euro pro Jahr und von insgesamt 1,5 Mio. Euro zuweisen.

  • NEUFESTSETZUNG DER ANSCHAFFUNGSKOSTEN FÜR GRUNDSTÜCKE UND BETEILIGUNGEN

    Die Anschaffungskosten für die zum 01. Juli 2020 besessenen Grundstücke und Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen können durch Zahlung einer Ersatzsteuer in Höhe von 11 Prozent neu festgesetzt werden.

    Die Ersatzsteuer kann in höchstens drei gleich hohen Jahresraten ab 30. September 2020 entrichtet werden. Mit Ausnahme der ersten Rate werden auf die geschuldeten Beträge Zinsen in Höhe von 3 Prozent berechnet. Das Schätzgutachten muss bis zum 30. September 2020 abgefasst und beeidet werden.

  • ELEKTRONISCHE ÜBERMITTLUNG DER TAGESEINNAHMEN

    Für Unternehmen, die seit 1. Jänner 2020 zur Aufzeichnung und Übermittlung der Tageseinnahmen verpflichtet sind, wird die Aussetzung der Verhängung von Strafgebühren bei mangelnder Aneignung der elektronischen Registrierkasse (ursprünglich bis 30. Juni 2020) bis zum 1. Jänner 2021 verlängert.

  • AUFSCHUB DER STEUERLICHEN AUFLAGEN

    Die bereits mit Gesetzesdekret "Cura Italia" und Gesetzesdekret "Liquidità" ausgesetzten Steuerzahlungen für

    • Quellensteuern auf Einkünfte aus lohnabhängiger und gleichgestellter Arbeit, MwSt., Sozial- und Fürsorgebeiträge sowie Pflichtversicherungsprämien der Monate März, April und Mai 2020,
    • die entsprechenden Beträge für nicht abgeführte Quellensteuern auf Einkünfte aus selbständiger Arbeit

    werden folgendermaßen getätigt:

    • bis zum 16. September 2020 oder
    • in höchstens 4 gleichen Monatsraten mit Zahlung der ersten Rate bis zum 16. September 2020.

    Außerdem wird die Frist für die zwischen 9. März 2020 und 31. Mai 2020 fälligen Zahlungen bis zum 16. September 2020 verlängert. Dies gilt für Zahlung im Zusammenhang mit:

    • einvernehmlichen Steuerfestsetzungen;
    • Streitschlichtung;
    • Vermittlung gemäß Art. 17-bis GvD 546/1992;
    • Zahlungsverfügung infolge der Ertragszuweisung;
    • Zahlungsverfügung aufgrund unterlassener Registrierung von Mietverträgen und anderen Verträgen;
    • Bescheid über Rückforderung unrechtmäßig verwendeter Steuerguthaben;
    • Zahlungsbescheide, die bei nicht erfolgter, mangelhafter oder verspäteter Zahlung der Registergebühren, der Erbschaft- und Schenkungssteuer, der Ersatzsteuer auf Finanzierungen und der Steuern auf Versicherungen ausgestellt werden;
    • geschuldete Zahlungen für die gemäß Art. 1, 2, 6 und 7 Gesetzesdekret 119/2018 vorgesehenen begünstigten Beilegungen. 
  • STEUERZAHLUNGSAUFFORDERUNG

    Die Zahlungen der in Mahnschreiben geforderten Steuerbeträge, die zwischen 8. März 2020 und 19. Mai 2020 fällig sind, gelten als rechtzeitig getätigt, wenn sie bis zum 16. September 2020 durchgeführt werden.

    Zahlungen, die zwischen 20. Mai 2020 und 31. Mai 2020 fällig sind, können bis zum 16. September 2020 ohne Anwendung weiterer Strafgebühren oder Zinsen getätigt werden.

    Alle oben genannten Zahlungen können auch in 4 gleich hohen Monatsraten ab September 2020 mit jeweiliger Fälligkeit am 16. eines jeden Monats beglichen werden.

  • VERRECHNUNGEN UND RÜCKERSTATTUNGEN VON STEUERGUTHABEN

    Für das Jahr 2020 wurde die Obergrenze für die Verrechnung von Steuerguthaben auf 1 Mio. Euro angehoben.

    Im Jahr 2020 wird bei Steuerrückerstattungen das Steuerguthaben nicht mit allfälligen in die Steuerrolle eingetragenen Verbindlichkeiten verrechnet.

  • AN DAS AUSZAHLENDE RECHTSSUBJEKT ZURÜCKERSTATTETE BETRÄGE

    Die an das auszahlende Rechtssubjekt zurückerstatteten Beträge können üblicherweise von den Einkünften abgezogen werden, wenn diese in den Vorjahren besteuert wurden.

    Ab 1. Jänner 2020 werden besagte - sofern quellenbesteuerte - Beträge an das auszahlende Rechtssubjekt abzüglich des Steuereinbehalts zurückerstattet und sind nicht von der Steuer absetzbar.

    In diesem Fall steht Steuersubstituten ein Steuerguthaben in Höhe von 30 Prozent der erhaltenen Beträge zu, das ohne Betragsbeschränkung verrechnet werden kann.

  • STEUERGUTSCHRIFT FÜR DEN URLAUB

    Im Jahr 2020 steht Familien mit einem Familieneinkommen (laut ISEE-/EVEE-Erklärung) von bis zu 40 Tsd. Euro eine Steuergutschrift zu, die zwischen 1. Juli 2020 und 31. Dezember 2020 für die Bezahlung von Dienstleistungen in Anspruch genommen werden kann, die in Italien von Hotels und Gastbetrieben sowie im Rahmen von Urlaub auf dem Bauernhof und von Bed & Breakfasts angeboten werden, die die von der landesweiten und regionalen Gesetzgebung vorgesehenen Voraussetzungen für die Betreibung von Beherbergungen und Gaststätten erfüllen.

     Die Steuergutschrift beträgt 300 Euro für Kernfamilien bestehend aus zwei Personen und 150 Euro für jene bestehend aus einer Person.

    Die Steuergutschrift wird, bei sonstiger Verwirkung, unter folgenden Bedingungen ausbezahlt:

    • die Ausgaben müssen im Rahmen einer Einmalzahlung anfallen und sich auf Dienstleistungen beziehen, die von einer einzigen Gaststätte, einem einzigen Bauernhof oder einem einzigen Bed & Breakfast erbracht wurden;
    • der Gesamtbetrag muss anhand einer elektronischen Rechnung oder eines Ausgabenbeleges nachgewiesen werden, in dem die Steuernummer des Steuerpflichtigen, der die Steuergutschrift in Anspruch nehmen möchte, ausgewiesen ist;
    • die Bezahlung der Dienstleistung muss ohne das Eingreifen oder die Vermittlung von Rechtssubjekten, die elektronische Plattformen oder Portale verwalten (ausgenommen Reisebüros und Reiseveranstalter) erfolgen.

    Die Steuergutschrift kann ausschließlich in Höhe von 80 Prozent in Absprache mit dem Dienstleistungserbringer in Form eines Preisabschlags auf die geschuldete Vergütung in Anspruch genommen werden und kann in Höhe von 20 Prozent in Form eines Steuerabzugs im Rahmen der Steuererklärung vonseiten des Anspruchsberechtigten verwendet werden.

    Der Abschlag wird dem Dienstleistungserbringer in Form einer Steuergutschrift erstattet, die ohne Betragsbeschränkung ausschließlich verrechnet und an Dritte abgetreten werden kann.

    Besteht kein Anspruch auf die Steuergutschrift, haften Dienstleistungserbringer und Übernehmer lediglich für den allfälligen über den angewandten Abschlag hinausgehenden Betrag des Steuerguthabens.

  • IMU-BEFREIUNG FÜR DIE TOURISMUSBRANCHE

    Im Jahr 2020 entfällt die erste IMU-Zahlung für:

    • Badeanstalten am Meer, an Seen und Flüssen sowie für Thermalanlagen;
    • Immobilien der Katasterkategorie D/2 und Immobilien in den Bereichen Urlaub auf dem Bauernhof, Feriendörfer, Jugendherbergen, Berghütten, Ferienlager am Meer und in den Bergen, Zimmervermietung für Kurzaufenthalte, Ferienhäuser und -wohnungen, Bed & Breakfast, Residence und Campingplätze, sofern die jeweiligen Eigentümer auch die dortige Tätigkeit ausüben.
  • KEINE GEBÜHR FÜR DIE BESETZUNG ÖFFENTLICHEN GRUNDES (TOSAP)

    Gastgewerbliche Betriebe, die über Konzessionen oder Genehmigungen bezüglich der Nutzung öffentlichen Grundes verfügen, sind vom 1. Mai 2020 bis zum 31. Oktober 2020 von der Entrichtung der Gebühr für besagte Flächen befreit.

  • STEUERBONUS FÜR WERBUNG

    Im Jahr 2020 wird der Steuerbonus für Werbung gemäß Art. 57-bis Gesetzesdekret 50/2017 in Höhe von 50 Prozent der getätigten Investitionen im Rahmen der Obergrenze von 60 Millionen Euro gewährt. Dabei entfallen 40 Mio. Euro auf Investitionen für Werbung in Tageszeitungen und Zeitschriften (auch online) und 20 Mio. Euro auf Investitionen für Werbung im lokalen oder landesweiten Fernsehen oder Rundfunk (analog oder digital).

    Mit Beschränkung auf die landesweiten Fernseh- und Rundfunkanstalten wird der Steuerbonus den nicht-staatlichen Sendern zuerkannt, die zwischen 1. März 2020 und 31. Mai 2020 einen Umsatzrückgang von mehr als 33 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr verzeichnet haben.

    Im Jahr 2020 ist die elektronische Meldung zwischen 1. und 30. September 2020 zu übermitteln. Die zwischen 1. und 31. März 2020 übermittelten elektronischen Meldungen sind jedenfalls weiterhin gültig.

     

    Mit freundlichen Grüßen,

    HAGER & PARTNERS

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