NEWSLETTER N. 3 - 2019

  • HAUSHALTSGESETZ 2019

    In weiterer Folge erläutern wir die steuerlichen Neuerungen, die mit Gesetz Nr. 145 vom 30. Dezember 2018 (veröffentlicht im Amtsblatt der Republik Italien Nr. 302 vom 31. Dezember 2018) - Haushaltsgesetz 2019 - eingeführt wurden.

  • MEHRWERTSTEUERSÄTZE

    Die im vorherigen Haushaltsgesetz für 2019 vorgesehene Erhöhung der MwSt.-Sätze wird aufgehoben; die MwSt.-Sätze ändern sich somit 2019 nicht.

    Ab 2020 wird die Erhöhung der MwSt.-Sätze neu gestaltet. Der MwSt.-Normalsatz von 22 Prozent wird dabei ab 2020 um weitere 0,3 Prozent angehoben (zusätzlich zu den bereits vorgesehenen 2,2 + 0,7 Prozent) und ab 2021 um weitere 1,5 Prozent (zusätzlich zu den bereits vorgesehenen 0,1 Prozent).

    Der MwSt.-Normalsatz steigt daher im Jahr 2020 auf 25,2 Prozent und ab 2021 auf 26,5 Prozent.

    Der ermäßigte MwSt.-Satz steigt hingegen ab 2020 von 10 Prozent auf 13 Prozent.

  • PAUSCHALBESTEUERUNG VON 15 PROZENT

    Die gemäß Gesetz Nr. 190/2014 für Unternehmer und Freiberufler vorgesehene Pauschalbesteuerung gilt nunmehr auch für Steuersubjekte, die im Vorjahr Erträge oder Vergütungen von bis zu Euro 65.000 erzielt haben.

    Von der Pauschalbesteuerung ausgenommen sind natürliche Personen:

    1. die an Personengesellschaften, Vereinigungen oder Familienunternehmen beteiligt sind bzw. Gesellschaften mit beschränkter Haftung oder stille Gesellschaften beherrschen, und zwar nur dann, wenn sie wirtschaftliche Tätigkeiten in direktem oder indirektem Zusammenhang mit jenen Tätigkeiten ausüben, die sie bereits im Rahmen der unternehmerischen oder freiberuflichen Tätigkeit ausgeübt haben;
    2. deren Tätigkeit hauptsächlich gegenüber Arbeitgebern ausgeübt wird, mit denen in den beiden Vorjahren Arbeitsverhältnisse bestanden/bestehen bzw. gegenüber Steuersubjekten, die mit diesen Arbeitgebern in Verbindung stehen.
  • EINHEITSSTEUER VON 20 PROZENT

    Ab 2020 können Unternehmer oder Freiberufler, die im vorangegangenen Veranlagungszeitraum Erträge oder Vergütungen zwischen Euro 65.001 und Euro 100.000 erzielt haben, die analytisch ermittelten Einkünfte aus unternehmerischer oder selbstständiger Tätigkeit einer Ersatzsteuer in Höhe von 20 Prozent unterwerfen.

    Diese Steuervergünstigung gilt nicht für:

    • Steuersubjekte, die eine Sondersteuerregelung in Anspruch nehmen;
    • Gebietsfremde, mit Ausnahme derjenigen, die in einem EU- oder EWR-Land ansässig sind und 75 Prozent ihrer Einkünfte in Italien erzielen;
    • Steuersubjekte, die Immobilien oder neue Fahrzeuge verkaufen;
    • Steuersubjekte, die an Personengesellschaften, Vereinigungen oder Familienunternehmen beteiligt sind bzw. Gesellschaften mit beschränkter Haftung oder stille Gesellschaften beherrschen, und zwar nur dann, wenn sie wirtschaftliche Tätigkeiten in direktem oder indirektem Zusammenhang mit jenen Tätigkeiten ausüben, die sie bereits im Rahmen der unternehmerischen oder freiberuflichen Tätigkeit ausgeübt haben;
    • Steuersubjekte, deren Tätigkeit hauptsächlich gegenüber Arbeitgebern ausgeübt wird, mit denen in den beiden Vorjahren Arbeitsverhältnisse bestanden/bestehen bzw. gegenüber Steuersubjekten, die mit diesen Arbeitgebern in Verbindung stehen.

    Einkünfte, die der Einheitssteuer unterworfen werden, sind nicht quellensteuerpflichtig. Einheitssteuerpflichtige erheben weder eine Quellensteuer noch eine Mehrwertsteuer.

  • SENKUNG DER IRES- UND IRPEF-STEUERSÄTZE UM 9 PROZENT KÖRPERSCHAFTSSTEUERPFLICHTIGE (IRES)

    Ab dem Veranlagungszeitraum nach jenem zum 31. Dezember 2018 können Körperschaftssteuerpflichtige das gesamte erklärte Nettoeinkommen dem Steuersatz von 15 Prozent (entspricht dem um 9 Prozent reduzierten IRES-Normalsatz von 24 Prozent) unterwerfen, und zwar für den Teil entsprechend:

    • den Gewinnen des vorangegangenen Veranlagungszeitraums, die anderen als den nicht verfügbaren Rücklagen zugewiesen wurden und zwar bis zum Betrag:
    • in Höhe der Investitionen in neue materielle Anlagegüter für betriebliche Standorte in Italien entsprechend den im Veranlagungszeitraum abzugsfähigen Abschreibungen sowie "im Rahmen der Erhöhung der steuerlich anerkannten Anschaffungskosten aller materieller Anlagegüter" gegenüber dem Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2018 (ausgenommen sind Immobilien sowie Fahrzeuge welche betrieblich als auch privat genutzt werden „uso promiscuo“);
    • den Kosten für lohnabhängiges, unbefristet oder befristet beschäftigtes Personal, das für den größten Teil des Veranlagungszeitraums bei Produktionsstätten in Italien eingesetzt wird, und zwar im Rahmen der Erhöhung gegenüber den Personalkosten im Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2018; die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl muss sich im Vergleich zu den zum 30. September 2018 beschäftigten Arbeitnehmern allerdings erhöht haben und zwar ohne Berücksichtigung der Abgänge bei Tochtergesellschaften, verbundenen Unternehmen oder Unternehmen desselben Steuersubjekts.

    In jedem Veranlagungszeitraum gibt es folgende alternative Möglichkeiten:

    • der Teil der der Rücklage zugewiesenen Gewinne und der Summe der Investitionen und Personalkosten, der das im Veranlagungszeitraum gesamte erklärte Nettoeinkommen übersteigt, wird zu den entsprechenden Bilanzposten des nachfolgenden Geschäftsjahres dazugerechnet;
    • der Teil der der Rücklage zugewiesenen Gewinne, der die Summe der Investitionen und Personalkosten übersteigt, wird zu den der Rücklage zugewiesenen Gewinnen des nachfolgenden Geschäftsjahres dazugerechnet;
    • der Teil der Summe der Investitionen und Personalkosten, der die der Rücklage zugewiesenen Gewinne übersteigt, wird zu der Summe der Investitionen und Personalkosten des nachfolgenden Geschäftsjahres dazugerechnet.

    Bei Gesellschaften, die der Konzernbesteuerung unterliegen, erfolgt die Reduzierung des IRES-Steuersatzes durch die konsolidierende Gesellschaft und zwar "bis zur Höhe der Einkünfte, die die in Abzug gebrachten Verluste übersteigen".

    Bei Kapitalgesellschaften, die der Transparenzbesteuerung unterliegen, steht die Steuervergünstigung jedem Gesellschafter im Verhältnis zum Beteiligungsanteil zu.

    Die Steuervergünstigung ist mit anderen Steuervorteilen kumulierbar. Ausgenommen sind jene Steuervorteile, die eine Pauschaleinkommensermittlungsregelung vorsehen.

  • EINKOMMENSSTEUERPFLICHTIGE (IRPEF)

    Sind obenstehende Bedingungen gegeben, ist das Einkommen von Einzelunternehmen und Personengesellschaften reduziert einkommenssteuerpflichtig. Auf die entsprechenden Einkünfte aus unternehmerischer Tätigkeit sind die um 9 Prozent reduzierten Einkommenssteuersätze - beginnend beim höchsten - anzuwenden.

  • GEMEINNÜTZIGE ORGANISATIONEN - IRES-STEUERSATZ

    Die Steuervergünstigung gemäß Art. 6 des GVD 601/1973, die eine Senkung des Körperschaftssteuersatzes für gemeinnützige Organisationen auf die Hälfte vorsah, wird aufgehoben.

    Die Aufhebung greift ab dem Veranlagungszeitraum nach dem 31. Dezember 2018. Für die Ermittlung der Vorauszahlungen wird jedoch die Steuer des Vorjahres durch Anwendung der neuen Bestimmung festgesetzt. 

  • ABZUG DER IMMOBILIENSTEUER AUF BETRIEBLICH GENUTZTE IMMOBILIEN

    Im Hinblick auf die Ermittlung der Einkünfte aus unternehmerischer und selbstständiger Tätigkeit ist die Gemeindeimmobiliensteuer auf betrieblich genutzte Immobilien nunmehr in Höhe von 40 Prozent abzugsfähig (vormals 20 Prozent).

  • VERLUSTE VON PERSONENGESELLSCHAFTEN

    Die Steuerregelung zu den Verlusten aus dem Betrieb gewerblicher Unternehmen und aus der Beteiligung an Kommanditgesellschaften oder offenen Handelsgesellschaften wird wie folgt geändert.

    Die Verluste werden von den im Veranlagungszeitraum und, für den Unterschiedsbetrag, in den darauffolgenden Veranlagungszeiträumen erzielten Einkünften aus unternehmerischer Tätigkeit in Höhe von bis zu 80 Prozent der in diesen Veranlagungszeiträumen erzielten Einkünfte und bis zur Höhe des Gesamtbetrages abgezogen.

    Die 5-Jahresbeschränkung gilt für den Verlustvortrag nicht mehr.

    Die Bestimmungen greifen ab dem Veranlagungszeitraum 2018.

    Dieselben Bestimmungen gelten für Verluste von Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die gemäß Art. 116 des italienischen Steuergesetzes TUIR der Transparenzbesteuerung unterliegen.

    Dieselben Bestimmungen gelten weiters auch für Verluste, die von Steuerpflichtigen mit vereinfachter Buchführung gemäß Art. 66 des italienischen Steuergesetzes TUIR (sog. Kleinunternehmen) verzeichnet werden. Diese Verluste können somit nicht mehr vom einkommenssteuerpflichtigen Gesamteinkommen in Abzug gebracht werden. Für Steuerpflichtige mit vereinfachter Buchführung ist allerdings eine Übergangsregelung vorgesehen, die sich wie folgt gestaltet:

    • Verluste des Veranlagungszeitraums 2017, die nicht auf Grundlage der vormals geltenden Steuerregelung verrechnet wurden, werden von Einkünften aus unternehmerischer Tätigkeit, die:
      • im Jahr 2018 und 2019 erzielt wurden, in Höhe von höchstens 40 Prozent der entsprechenden Einkünfte,
      • im Jahr 2020 erzielt wurden, in Höhe von höchstens 60 Prozent der entsprechenden Einkünfte, in Höhe des Gesamtbetrages in Abzug gebracht;
    • die Verluste des Veranlagungszeitraums 2018 werden von den 2019 und 2020 erzielten Einkünften aus unternehmerischer Tätigkeit jeweils in Höhe von höchstens 40 Prozent bzw. 60 Prozent der entsprechenden Einkünfte in Höhe des Gesamtbetrages in Abzug gebracht.
    • Verluste des Veranlagungszeitraums 2019 werden von den 2020 erzielten Einkünften aus unternehmerischer Tätigkeit in Höhe von höchstens 60 Prozent der entsprechenden Einkünfte in Höhe des Gesamtbetrages in Abzug gebracht.
  • STEUER AUF DIGITALE DIENSTE

    Es wird eine Steuer auf digitale Dienste eingeführt.

    Diese Steuer gilt für Unternehmen, die im Rahmen eines Kalenderjahres einzeln oder auf Konzernebene Folgendes erzielen:

    • Erlöse von insgesamt mindestens Euro 750 Millionen;
    • Erlöse aus digitalen Diensten in Italien von insgesamt mindestens Euro 5,5 Millionen.

    Die Steuer gilt für Erlöse aus der Erbringung folgender Dienstleistungen für einen in Italien ansässigen Nutzer:

    • Werbung auf einer digitalen Plattform, die sich an Nutzer dieser Plattform richtet;
    • Bereitstellung einer multilateralen digitalen Plattform, die es den Nutzern ermöglicht, miteinander in Kontakt zu treten und zu interagieren, und zwar auch um die direkte Lieferung von Waren oder Dienstleistungen zu erleichtern;
    • Übertragung von Daten, die von Nutzern gesammelt und durch die Verwendung einer digitalen Schnittstelle erzeugt wurden.

    Erlöse aus konzerninternen Dienstleistungen unterliegen nicht obenstehender Steuer.

    Die Steuer auf digitale Dienste wird auf die Bruttoerlöse ohne Kosten und abzüglich Mehrwertsteuer und sonstiger indirekter Steuern mit einem Steuersatz in Höhe von 3 Prozent quartalsweise erhoben.

    Mit Dekret des italienischen Wirtschafts- und Finanzministeriums werden die Durchführungsbestimmungen für diese Steuer festgesetzt, die ab dem 60. Tag nach Veröffentlichung des Dekrets greifen.

    Die Steuer auf digitale Transaktionen im Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleistungen auf elektronischem Wege (sog. WEB TAX) gemäß Absatz 1011-1019 des Gesetzes Nr. 205/2017 wird hiermit abgeschafft.

  • ERSATZSTEUER VON 7 PROZENT FÜR RENTNER

    Natürliche Personen, die von ausländischen Steuersubjekten Renteneinkünfte beziehen und die:

    • in den letzten 5 Jahren nicht in Italien ansässig waren,
    • ihren Wohnsitz in eine italienische Gemeinde mit höchstens 20.000 Einwohnern in Sizilien, Sardinien, Kalabrien, Kampanien, Basilikata, Abruzzen, Molise und Apulien verlegen,

    können ausländische Einkünfte jedweder Art einer Ersatzsteuer von 7 Prozent unterwerfen.

    Dies gilt für die jeweiligen nächsten 5 Jahre, kann allerdings widerrufen werden.

    Die mit letztem Haushaltsgesetz eingeführte Steuervergünstigung für diejenigen, die ihren Wohnsitz nach Italien verlegen, und die eine Steuer in fest bemessener Höhe von Euro 100.000 auf alle ausländischen Einkünfte vorsieht, gilt weiterhin.

  • ERSATZSTEUER AUF VERGÜTUNGEN FÜR "NACHHILFEUNTERRICHT"

    Seit 2019 unterliegt die Vergütung für Privatstunden und Nachhilfeunterricht seitens Lehrkräften einer Ersatzsteuer von 15 Prozent, vorbehaltlich der Option für die Anwendung der gewöhnlichen Einkommenssteuerregelung.

  • UNTERNEHMENSSTEUER

    Die nie in Kraft getretene Unternehmenssteuer (IRI) gemäß Art. 55-bis des italienischen Steuergesetzes TUIR wurde abgeschafft.

  • ZINSAUFWENDUNGEN

    Wie bereits in unserer Newsletter Nr. 1-2019 festgehalten wurde, wurde mit GVD 142/2018 in Umsetzung der EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Steuervermeidungspraktiken (ATAD) festgesetzt, dass die Abzugsfähigkeitsbegrenzungen gemäß Art. 96 des italienischen Steuergesetzes TUIR (30 Prozent des Brutto-Betriebsergebnisses) auch für Zinsaufwendungen für hypothekarisch besicherte Finanzierungen für Immobilien gelten, die zur Vermietung bestimmt sind. Diese Abzugsfähigkeitsbegrenzungen galten allerdings gemäß dem abgeschafften Artikel 1 Absatz 36 des Gesetzes 244/2007 für ebendiese Zinsaufwendungen nicht. Mit Haushaltsgesetz 2019 wurden nun allerdings erneut die Bestimmungen gemäß Artikel 1 Absatz 36 des Gesetzes 244/2007 aufgegriffen: Demnach sind Zinsaufwendungen für hypothekarisch besicherte Finanzierungen für Immobilien, die zur Vermietung bestimmt sind, ohne Einschränkungen gemäß Artikel 96 des italienischen Gesetzbuches TUIR abzugsfähig.

  • FORDERUNGSABSCHREIBUNGEN UND -VERLUSTE VON FINANZIERUNGSINSTITUTEN

    Der für 2018 vorgesehene Abzug in Höhe von 10 Prozent des Überschusses der Forderungsabschreibungen und -verluste gemäß Art. 16 des Gesetzesdekrets Nr. 83/2015 ist erst ab dem Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2026 wirksam. Dieser Aufschub ist für die Ermittlung der für den Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2018 fälligen IRES- und IRAP-Vorauszahlung nicht relevant.

    Für die Zwecke des Artikels 106 Abs. 3 des italienischen Steuergesetzes TUIR sind die Ertragsbestandteile, die sich ausschließlich aus der Bilanzierungsweise der Rückstellung zur Abdeckung erwarteter Forderungsausfälle gemäß § 5.5 IFRS 9 ergeben, für IRES- und IRAP-Zwecke innerhalb folgender Grenzen abzugsfähig:

    • 10 Prozent im Veranlagungszeitraum der erstmaligen Anwendung von IFRS 9,
    • 90 Prozent in gleich hohen Raten über die nächsten 9 Veranlagungszeiträume.

    Diese Bestimmungen gelten ab der erstmaligen Anwendung von IFRS 9, und zwar auch wenn diese in Veranlagungszeiträumen vor Inkrafttreten des betreffenden Gesetzes erfolgt.

  • ANWENDUNG INTERNATIONALER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

    Steuersubjekte gemäß Artikel 2 des GVD 38/2005, deren Wertpapiere nicht zum Handel zugelassen sind, dürfen die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze anwenden.

  • SUPER- UND HYPERABSCHREIBUNG

    Zur Begünstigung technologischer und digitaler Transformationsprozesse gemäß "Industrie 4.0" wird die Super-Abschreibung auf Investitionen in neue Anlagegüter gemäß Anhang A zum Gesetz 232/2016 für Produktionsstätten in Italien ausgeweitet, die: 

    • bis zum 31. Dezember 2019
    • bzw. bis zum 31. Dezember 2020 getätigt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die entsprechende Bestellung innerhalb 2019 angenommen und eine Vorauszahlung von 20 Prozent der Anschaffungskosten geleistet wurde.

    Die Erhöhung der Anschaffungskosten gilt im Ausmaß von:

    • 170 Prozent für Investitionen bis zu Euro 2,5 Millionen;
    • 100 Prozent für Investitionen von mehr als Euro 2,5 Millionen und bis zu Euro 10 Millionen;
    • 50 Prozent für Investitionen von mehr als Euro 10 Millionen und bis zu Euro 20 Millionen.

    Für dieselben Unternehmen, die Investitionen in immaterielle Anlagegüter gemäß Anhang B zum Gesetz 232/2016 tätigen, werden die Anschaffungskosten um 40 Prozent erhöht.

    Zur Ermittlung der für den Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2019 und den darauffolgenden Veranlagungszeitraum fälligen Vorauszahlungen wird die Steuer des vorhergehenden Veranlagungszeitraums ohne Berücksichtigung der Steuerbegünstigung festgesetzt.

  • ABZUG DER ABSCHREIBUNGEN DER VERMÖGENSWERTE, DIE IN STEUERGUTHABEN UMGEWANDELTE AKTIVISCH LATENTE STEUERN NACH SICH ZIEHEN

    Die Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Geschäftswert und sonstigen immateriellen Vermögenswerten, die eine Bilanzierung aktivisch latenter Steuern gemäß Artikel 2 Absatz 55-56-ter des Gesetzesdekrets 225/2010 nach sich gezogen haben, die im Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2017 noch nicht abgesetzt wurden, sind wie folgt abzugsfähig:

    • 5 Prozent im Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2019
    • 3 Prozent im Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2020
    • 10 Prozent im Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2021
    • 12 Prozent zwischen dem Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2022 bis zu jenem zum 31. Dezember 2027,
    • 5 Prozent im Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2028 und zum 31. Dezember 2029.

    Die bereits angewandten niedrigeren Abschreibungen bleiben unverändert: in diesem Fall ist der Unterschiedsbetrag im Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2029 abzugsfähig.

  • EIGENKAPITALFÖRDERUNG (ACE)

    Die Eigenkapitalförderung (ACE) wird aufgehoben.

    Die Eigenkapitalverzinsung, die über die Einkünfte im Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2018 hinausgeht, ist allerdings vortragsfähig.

  • STEUERGUTSCHRIFT FÜR FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSTÄTIGKEITEN

    Die Steuergutschrift für F&E-Tätigkeiten gemäß Artikel 3 des Gesetzes 145/2013 wird ab 2019 wie folgt abgeändert.

    Die Steuergutschrift wird allgemein auf 25 Prozent der anfallenden Kosten gesenkt.

    Sie wird allerdings auf 50 Prozent des anteilig auf folgende Ausgaben entfallenden Teils erhöht:

    • Ausgaben für lohnabhängiges Personal, das unmittelbar in Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten eingebunden ist;
    • Ausgaben für Verträge mit Universitäten, Forschungseinrichtungen, innovative Start-ups und innovative KMU zur unmittelbaren Ausübung der F&E-Tätigkeiten.

    Der Höchstbetrag der Steuergutschrift für jeden Begünstigten wird auf Euro 10 Millionen pro Jahr reduziert.

    Die angefallenen Ausgaben umfassen Ausgaben für Materialien, Bedarfsmittel und dergleichen, die für F&E-Tätigkeiten verwendet werden, einschließlich Prototypenbau oder Pilotanlagen für experimentelle Forschung und Entwicklung.

    Um die Steuergutschrift in Anspruch nehmen zu können, sind eine spezifische Bescheinigung der zulässigen Ausgaben und ein technischer Berichts erforderlich, in dem die durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben erläutert werden. Diese Auflagen greifen bereits ab dem Veranlagungszeitraum zum 31. Dezember 2018. 

    Für die Zuerkennung Steuergutschrift für F&E-Tätigkeiten, die von Gebietsfremden in Auftrag gegeben wurden, sind nur Ausgaben für Tätigkeiten relevant, die unmittelbar in Labors oder Einrichtungen in Italien durchgeführt werden.

  • STEUERGUTSCHRIFT FÜR KUNSTSTOFFRECYCLING

    Unternehmen, die Produkte aus Materialien aus der getrennten Sammlung von Papier, Aluminium oder Kunststoffverpackungen oder biologisch abbaubaren und kompostierbaren Verpackungen erwerben, haben Anspruch auf eine Steuergutschrift in Höhe von 36 Prozent der in den Jahren 2019 und 2020 anfallenden Kosten und zwar bis zu einem Höchstbetrag von Euro 20.000.

  • STEUERGUTSCHRIFT FÜR SCHULUNGSKOSTEN INDUSTRIE 4.0

    Die Steuergutschrift für Schulungskosten des lohnabhängigen Personals im Technologiesektor nach Industrie 4.0 gilt auch für Kosten, die im Veranlagungszeitraum nach dem 31. Dezember 2018 anfallen.

    Unbeschadet der jährlichen Grenze von Euro 300.000 wird die Steuergutschrift wie folgt zuerkannt:

    • an Kleinunternehmen in Höhe von 50 Prozent der zulässigen Kosten im Ausmaß von jährlich höchstens Euro 300.000;
    • an mittlere Unternehmen in Höhe von 40 Prozent der zulässigen Kosten im Ausmaß von jährlich höchstens Euro 300.000;
    • an Großunternehmen in Höhe von 30 Prozent der zulässigen Koksten im Ausmaß von jährlich höchstens Euro 200.000.
  • STEUERGUTSCHRIFT VON 10 PROZENT DER REGIONALEN WERTSCHÖPFUNGSSTEUER (IRAP)

    Die Steuergutschrift in Höhe von 10 Prozent der regionalen Wertschöpfungssteuer, die Unternehmen ohne lohnabhängige Angestellte zusteht, wird abgeschafft.

  • AUFWERTUNG UND WERTANGLEICHUNG VON WIRTSCHAFTSGÜTERN

    Die Aufwertung und Wertangleichung von Wirtschaftsgütern und Beteiligungen an beherrschten oder verbundenen Gesellschaften laut Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 gemäß GVD 342/2000 kann erneut vorgenommen werden. Davon ausgenommen sind Liegenschaften, auf deren Errichtung oder Austausch die Unternehmenstätigkeit ausgelegt ist.

    Höhere Wertansätze sind wie folgt ersatzsteuerpflichtig:

    • 16 Prozent auf abschreibungsfähige Vermögenswerte,
    • 12 Prozent auf nicht abschreibungsfähige Vermögenswerte.

    Die Aufwertung ist ab dem dritten Geschäftsjahr nach jenem, in welchem sie vorgenommen wurde, steuerlich wirksam und somit ab dem Jahr 2021; die steuerlichen Auswirkungen zur Festsetzung der Veräußerungsgewinne/-verluste greifen ab dem Jahr 2022.

    Die Wertangleichung gemäß Art. 14 des GVD 342/2000 der im Jahresabschluss im Zusammenhang mit Liegenschaften ausgewiesenen höheren Wertansätze ist ab dem Veranlagungszeitraum zum 01. Dezember 2020 wirksam.

    Die Aufwertungsrücklage kann durch Entrichtung einer Ersatzsteuer in Höhe von 10 Prozent freigestellt werden.

  • ERNEUTE FESTSETZUNG DER BETEILIGUNGS- UND GRUNDSTÜCKSKOSTEN

    Die Kosten im Zusammenhang mit nicht gehandelten Beteiligungen und Grundstücken, die von natürlichen Personen zum 1. Januar 2019 gehalten werden, können mit einer wie folgt bemessenen Ersatzsteuer erneut festgesetzt werden:

    • 11 Prozent für qualifizierte Beteiligungen,
    • 10 Prozent für nicht qualifizierte Beteiligungen,
    • 10 Prozent auf Grundstücke.
  • ERSATZBESTEUERUNG VON MIETEINKÜNFTEN

    Bei 2019 abgeschlossenen Verträgen können natürliche Personen die Mieteinkünfte für Immobilien der Kategorie C/1 mit einer Fläche von bis zu 600 m² ohne Zubehör einer Ersatzsteuer von 21 Prozent unterwerfen.

  • STEUERBEGÜNSTIGTE AUSGLIEDERUNG BETRIEBLICHER IMMOBILIEN

    Die Bestimmungen gemäß Artikel 1 Absatz 121 des Gesetzes 208/2015 zur steuerbegünstigten Ausgliederung betrieblicher Immobilien gelten auch für die zum 31. Oktober 2018 besessenen Güter, die zwischen dem 01. Januar 2019 und dem 31. Mai 2019 ausgegliedert werden.

  • STEUERABZÜGE FÜR ENERGIEEINSPARUNGS- UND WIEDERGEWINNUNGSMASSNAHMEN

    Die Steuerabzüge für Energieeinsparungs- und Wiedergewinnungsmaßnahmen einschließlich des Erwerbs von Möbeln und großen Elektrohaushaltsgeräten gelten auch für bis zum 31. Dezember 2019 anfallende Kosten.

    Auch der sogenannte "Steuerbonus für Grünflächen" wurde für 2019 verlängert.

  • VERSCHROTTUNG DER STEUERZAHLKARTEN - "ABGELTUNG UND BEREINIGUNG"

    Natürliche Personen können Steuerschulden, die von 2000-2017 Gegenstand eines Eintreibungsauftrags an die Vollstreckungsbehörde waren und aus der nicht erfolgten Zahlung der Steuern und Abgaben gemäß Art. 36-bis des DPR 600/1973 herrühren, mit der Zahlung der wie folgt reduzierten geschuldeten Summen für Kapital und Zinsen (ausgenommen Verzugszinsen) tilgen:

    • auf 16 Prozent bei einem Familieneinkommen (laut italienischer ISEE-Erklärung) von maximal Euro 8.500;
    • auf 20 Prozent bei einem Familieneinkommen (laut italienischer ISEE-Erklärung) von mehr als Euro 8.500 und höchstens Euro 12.500;
    • auf 35 Prozent bei einem Familieneinkommen von mehr als Euro 12.500 und höchstens Euro 20.000;

    zzgl. Agio.

    Im Hinblick auf die Tilgung der Steuerschulden ist bei der Vollstreckungsbehörde bis zum 30. April 2019 eine entsprechende Erklärung einzureichen. Die geschuldeten Summen sind durch Einmalzahlung bis zum 30. November 2019 oder in 5 Raten mit Zinsen zu begleichen.

  • LANGFRISTIGE SPARPLÄNE (PiR)

    Die Regelung für langfristige Sparplänen wird abgeändert, um Investitionen in Risikokapitalfonds und KMU-Finanzinstrumente, die an multilateralen Handelssystemen gehandelt werden, zu fördern.

    Für langfristige Sparpläne ab 2019 ist daher vorgesehen, dass das Portfolio in jedem Kalenderjahr und für mindestens 2/3 des Jahres wie folgt angelegt wird:

    • 70 Prozent in Finanzinstrumente, die von Unternehmen mit Sitz in Italien oder in EU- oder EWR-Ländern mit einer Betriebsstätte in Italien ausgegeben wurden; davon mindestens:
    • 5 Prozent in KMU-Finanzinstrumente, die an multilateralen Handelssystemen gehandelt werden können,
    • 30 Prozent in Unternehmensfinanzinstrumente, die nicht im FTSE MIB-Index oder vergleichbaren Indizes anderer Märkte gelistet sind,
    • 5% in Anteile oder Aktien von Risikokapitalfonds mit Sitz in Italien, der EU oder den EWR-Ländern.

    Die Durchführungsmodalitäten der neuen Bestimmungen werden mit Dekret des italienischen Wirtschaftsministeriums festgesetzt.

  • FÖRDERUNGEN FÜR INVESTITIONEN IN INNOVATIVE START-UPS

    Der Einkommens- und Körperschaftssteuerabzug für Beträge, die in das Gesellschaftskapital eines oder mehrerer innovativer Start-ups direkt bzw. über OGAWs investiert werden, wird von 30% auf 40% erhöht.

    Bei einem Erwerb des gesamten Gesellschaftskapitals innovativer Start-ups seitens Körperschaftspflichtige ist die Erhöhung auf 50% an die Bedingung geknüpft, dass das gesamte Gesellschaftskapital für mindestens 3 Jahre aufrechterhalten wird.

  • BARGELDNUTZUNG

    Für den Kauf tourismusbezogener Waren und Dienstleistungen bei Einzelhändlern und Reisebüros seitens natürlicher Personen, die keine italienischen Staatsbürger sind und nicht in Italien ansässig sind, wird die Bargeldnutzung auf Euro 15.000 erhöht. Voraussetzung hierfür ist, dass:

    • der italienische Verkäufer eine Kopie des Reisepasses des Käufers sowie eine Eigenerklärung zur Bescheinigung der erforderlichen Voraussetzungen gemäß Art. 47 des DPR 4454/2000 einholt;
    • am ersten Werktag nach der Transaktion das Bargeld auf ein auf ihn lautendes Bankkonto einzahlt.
  • AUSLEGUNG DER URKUNDEN FÜR REGISTERGEBÜHREN

    Die mit vorherigem Haushaltsgesetz eingeführten Änderungen des Art. 20 des TUR (ital. Gesetz zur Registergebühren) zur Auslegung der registergebührenpflichtigen Urkunden gelten als authentische Auslegung.

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