NEWSLETTER NR. 18-2020 / COVID-19: NEUERUNGEN UND KLARSTELLUNGEN

  • COVID-19: NEUERUNGEN UND KLARSTELLUNGEN

    WIEDERAUFNAHME VON GEWERBE- UND HANDELSTÄTIGKEITEN - ÄNDERUNGEN

    Das Verzeichnis der Gewerbe- und Handelstätigkeiten (ausgenommen Lebensmitteleinzelhandel und Einzelhandel mit Grundnahrungsmitteln), die wieder ausgeübt werden können, liegt dem Dekret des italienischen Ministerpräsidenten vom 10. April 2020 in Anlage 3 bei (siehe Anlage).

     

    ZAHLUNGSAUFSCHUB VON STEURN

    Im Hinblick auf den mit Gesetzesdekret 23/2020 festgesetzten Zahlungsaufschub für die im April und Mai 2020 fälligen Steuern hat das italienische Finanzamt nachfolgende Klarstellungen erteilt (italienisches Finanzamt, Rundschreiben Nr. 9 vom 13. April 2020).
    Der Zahlungsaufschub gilt für Gesellschaften, Einzelunternehmen und Selbständige mit Steuerwohnsitz, Rechts- oder Geschäftssitz in Italien (aufgrund mangelnder diesbezüglicher Klarstellungen gilt der Aufschub nicht für Rechtssubjekte mit Mehrwertsteuerregistrierung mit Steuervertreter oder MwSt.-Direktregistrierung):


    • die ihre Geschäftstätigkeit nach dem 31. März 2019 aufgenommen haben, unabhängig vom Rückgang des Umsatzes und der Einnahmen;
    • die ihre Geschäftstätigkeit bis zum 31. März 2019 aufgenommen haben, und zwar unter folgenden Bedingungen:

    • mit erzielten Erträgen oder erhaltenen Vergütungen von höchstens 50 Millionen Euro im Veranlagungszeitraum vor jenem zum 9. April 2020 (bzw. 2019, wenn das Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr übereinstimmt), sofern sie im März und April 2020 einen Rückgang des Umsatzes oder der Einnahmen von mindestens 33 Prozent gegenüber März und April 2019 verzeichnet haben;
    • mit erzielten Erträgen oder erhaltenen Vergütungen von mehr als 50 Millionen Euro im Veranlagungszeitraum vor jenem zum 9. April 2020 (bzw. 2019, wenn das Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr übereinstimmt), sofern sie im März und April 2020 einen Rückgang des Umsatzes oder der Einnahmen von mindestens 50 Prozent gegenüber März und April 2019 verzeichnet haben;


    Für Gesellschaften, Einzelunternehmen und Selbständige mit Steuerwohnsitz, Rechts- oder Geschäftssitz in den Provinzen Bergamo, Brescia, Cremona, Lodi und Piacenza gilt der Aufschub der Mehrwertsteuerzahlungen für die Monate April und Mai:


    • unabhängig von den Erträgen und Vergütungen 2019, sofern sie im März und April 2020 einen Rückgang des Umsatzes oder der Einnahmen von mindestens 33 Prozent gegenüber März und April 2019 verzeichnet haben.


    Im Hinblick auf den Zahlungsaufschub der Steuern für April ist für sämtliche Rechtssubjekte die Situation im März zu prüfen. Im Hinblick auf den Zahlungsaufschub der Steuern für Mai ist hingegen die Situation im April zu prüfen. Demnach kann überprüft werden, ob Anspruch auf den Zahlungsaufschub der Steuern für April besteht (kann bereits Beginn April auf Grundlage der Zahlen für März festgestellt werden), nicht aber auf Zahlungsaufschub der Steuern für Mai (kann bereits Beginn Mai auf Grundlage der Zahlen für April festgestellt werden), wobei letzteres dem Zahlungsaufschub der Steuern für April nicht entgegensteht. Steuerpflichtige ohne Anspruch auf den Zahlungsaufschub der Steuern für April (auf Grundlage der Zahlen für März) können den Anspruch auf Aufschub für die Steuerzahlungen für Mai geltend machen, sofern sie - auf Grundlage der Zahlen für April - die Voraussetzungen erfüllen.


    Der Rückgang des Umsatzes und der Einnahmen ist mit Bezugnahme auf abgerechnete oder belegte Transaktionen im März und April zu prüfen, die in die periodische Mehrwertsteuerabrechnung dieser Monate einfließen.
    Einnahmen für die Transaktionen in diesen Monaten, die nicht als mehrwertsteuerrelevant gelten, werden hinzugerechnet. Als Bezugszeitpunkt gilt jenes Datum, an dem die Transaktion getätigt wurde. Für Sofortrechnungen und Einnahmen ist es das Rechnungsdatum (bei ERechnungen das Feld 2.1.1.3) bzw. das Datum der Tageseinnahme. Bei Sammelrechnungen ist es hingegen das Datum der Lieferscheine oder des auf der Rechnung angeführten entsprechenden Begleitpapiers (bei ERechnungen das Feld 2.1.8.2). Beispiel: Die bis zum 15. März ausgestellten Sammelrechnungen zu Transaktionen im Februar werden nicht für die Berechnung des Umsatzes für März herangezogen. Sammelrechnungen für März, die bis zum 15. April ausgestellt werden, fließen hingegen in die Berechnung ein.

    Steuerpflichtige, die Transaktionen sowohl mit Rechnungen als auch mit Einnahmen belegen, müssen die beiden Elemente addieren, um den prozentuellen Rückgang des Umsatzes oder der Einnahmen festzustellen. Die Überprüfung wird lediglich mit Bezugnahme auf März und April durchgeführt. Dies gilt auch für Steuerpflichtige mit vierteljährlicher Mehrwertsteuerabrechnung. Sind obenstehende Voraussetzungen gegeben und nehmen Steuerpflichtige die Mehrwertsteuerabschlusszahlung 2019 in Form einer Ratenzahlung vor, gilt der Zahlungsaufschub auch für die im April und Mai fälligen Raten.


    Mit freundlichen Grüßen

    HAGER & PARTNERS

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