NEWSLETTER N. 7 - 2019

  • EINHEITLICHE BESCHEINIGUNG 2019

    Sehr geehrte Kunden,

    hiermit möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Bescheinigungen über die Einkünfte aus unselbständiger und selbstständiger Arbeit sowie die sonstigen Einkünfte ("Certificazione Unica - CU") bis 7. März 2019 elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt werden müssen. Diese hat am 15. Januar 2019 mit Verfügung Nr. 10664 die Vordrucke für die "Einheitliche Bescheinigung 2019 - CU 2019" für das Jahr 2018, gemeinsam mit den Anweisungen zum Ausfüllen derselben Vordrucke und den Informationen für die Steuerpflichtigen, genehmigt.

  • EINLEITUNG

    Zur Erfüllung dieser Verpflichtung müssen Steuersubstitute:

    • der Finanzverwaltung bis zum 7. März 2019 den detaillierten Vordruck ("modulo sintetico") übermitteln, damit diese über die erforderlichen Daten für das Vorausfüllen der Steuererklärungen (Vordruck 730/2019 und EINKOMMEN 2019 NP) sowie für die Erklärungen der Steuersubstitute (Vordruck 770/2019) verfügt;
    • den Einkommensempfängern die Zusammenfassung („modulo sintetico“) der Bescheinigung, die weniger Angaben als der detaillierte Vordruck enthält, bis zum 1. April 2019 (der 31. März 2019 ist ein Sonntag) aushändigen.

    Artikel 1 Absatz 933 Gesetz 205 vom 27. Dezember 2017 (Haushaltsgesetz 2018) schreibt fest, dass einheitliche Bescheinigungen, die keine Angaben zur Erstellung der vor-ausgefüllten Steuererklärung enthalten, der Finanzverwaltung innerhalb der Frist für die elektronische Übermittlung der Vordrucke 770 (31. Oktober) elektronisch übermittelt werden können.

  • 1.1 Subjektiver und objektiver Anwendungsbereich

    Zur Einreichung sind all jene verpflichtet, die im Jahr 2018 quellensteuerpflichtige Beträge oder Werte ausgezahlt haben, und zwar:

    • Einkünfte aus unselbständiger Arbeit und denselben gleichgestellte Einkünfte;
    • Einkünfte aus selbständiger Arbeit gemäß Artikel 53 ESTG (TUIR);
    • quellensteuerpflichtige Provisionen jedweder Art gemäß Artikel 25-bis DPR 600/1973;
    • Provisionen aus Haustürgeschäften gemäß Artikel 19 GVD 114/98;
    • quellensteuerpflichtige Entgelte aus Werkverträgen gemäß Artikel 25-ter DPR 600/1973;
    • einige sonstige Erträge gemäß Artikel 67 des ESTG (z.B. gelegentliche selbständige Arbeit, Entgelte für Amateursportaktivitäten, usw.);
    • Entgelte und Mieten für Kurzzeitmieten, einschließlich Weitervermietung und entgeltlicher Nutzungsleihe zugunsten Dritter seitens des Entlehners;
    • Entschädigungen für die Beendigung von Handelsvertreterverträgen, Entschädigungen für die Einstellung der Tätigkeit als Notar und Entschädigungen für die Beendigung von Sporttätigkeiten, sofern es sich dabei um selbständige Tätigkeiten handelt;
    • in Folge von Pfändungen bei Dritten ausgezahlte Entgelte gemäß Artikel 21 Absatz 15 Gesetz 449 vom 27. Dezember 1997;
    • in Folge von Enteignungen ausgezahlte Summen gemäß Artikel 11 Gesetz 413 vom 30. Dezember 1991;
    • Quellensteuereinbehalte und Abzüge;
    • Vor- und Fürsorgebeiträge, die dem Unfallversicherungsinstitut (INAIL) geschuldet sind.

    Die einheitliche Bescheinigung 2019 muss auch zur Bestätigung der 2018 entrichteten Einkünfte verwendet werden, die nicht zur Bemessungsgrundlage für Steuern und Vor- und Fürsorgebeiträge zählen.

    Nicht in der einheitlichen Bescheinigung anzugeben sind hingegen:

    • Dividenden und denselben gleichgestellte Erträge sowie die entsprechenden Quellen- oder Ersatzsteuern, die weiterhin mit dem entsprechenden Vordruck (CUPE) zu melden sind (genehmigt durch Verfügung der Finanzverwaltung 10663 vom 15. Januar 2019);
    • Veräußerungsgewinne, für deren Bescheinigung weiterhin kein Formvorschriften gelten, die jedoch folgende Angaben enthalten muss: allgemeine Daten und Steuernummer der Steuerpflichtigen; Art, Gegenstand und Tag der Durchführung des Geschäftsvorgangs; Anzahl der Finanzanlagen, die Gegenstand des Geschäftsvorgangs sind; allfällige Entgelte, Unterschiedsbeträge und Prämien (Artikel 10 GVD 461/97);
    • Zinsen und sonstige Einkünfte aus Kapitalvermögen, wofür keine Formvorschriften gelten. Allerdings müssen die ausbezahlten Beträge und Werte (zuzüglich und abzüglich etwaiger Abzüge) und die Steuereinbehalte bescheinigt werden (Artikel 8 Ministerialverordnung vom 9. Januar 1998).

    Wir erinnern an dieser Stelle daran, dass die einheitliche  Bescheinigung auch für an natürliche Personen entrichtete Entgelte, die (i) unter Steuervergünstigungen fallen (Mindeststeuerzahler und Pauschalbesteuerung) und (ii) von denen keine Quellensteuern einbehalten wurden, zu verwenden ist.

  • 1.2 Neuerungen 2019

    Der Vordruck der neuen einheitlichen Bescheinigung 2019 enthält folgende wichtige Neuerungen:

    • einen neuen Abschnitt mit der Bezeichnung "Besondere Arten von Einkünften": darin sind einige Einkünfte anzugeben, die den Einkünften aus unselbständiger Arbeit gemäß Artikel 50 Absatz 1 EStG gleichgestellt sind, steuerlich und beitragsrechtlich allerdings nicht immer gleich eingestuft werden, und deshalb gesondert anzugeben sind (z.B.: Einkünfte aus kontinuierlicher und koordinierter Mitarbeit; Entgelte für die freiberufliche innerbetriebliche Tätigkeit von Angestellten des öffentlichen Gesundheitsdienstes; Abfindungen, Sitzungsgelder und sonstige Vergütungen, die der Staat, die Regionen, die Provinzen und Gemeinden für die Ausübung öffentlicher Funktionen entrichten; Aufwandsentschädigungen für Finanzrichter und Sachverständige des Strafvollstreckungsgerichts; Leibrenten und zeitlich befristetem Renten, die aufgrund eingezahlter Beiträge zustehen, und keine Altersvorsorge darstellen; periodische Zuweisungen jedweder Art, wofür aktuell weder Kapital noch Arbeitsleistung eingesetzt wird;
    • ein neues Feld, in dem allfällige Naturalleistungen sowie allfällige Sachentlohnungen im Laufe des Rechtsverhältnisses, ungeachtet der Höhe derselben, anzugeben sind;
    • neue Felder, in denen die Summen anzugeben sind, die als Erfolgsprämie ausbezahlt werden, wobei der jeweilige Betrag anzugeben ist, wenn es sich um eine Sachentlohnung handelt;
    • die Einführung neuer Codes zur Angabe neuer Aufwendungen, die zu einem Abzug von der Einkommenssteuer IRPEF in Höhe von 19 Prozent berechtigen (Ausgaben für den Kauf von Abos für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr sowie für den öffentlichen überregionalen Verkehr; Versicherungsprämien zur Risikoabsicherung gegen Naturkatastrophen; Aufwendungen für medizinische Leistungen bei Lernschwäche;
    • neue Felder zur Angabe des Zeitraums, in dem eine zeitweilige vorzeitige Zusatzrente (RITA), die von einem Zusatzrentenfonds ausbezahlt wird, bezogen wird;
    • neue Felder für die Angabe des Steuerguthabens, das das Renteninstitut INPS jenen Rentnern gewährt, die den Vorschuss für den vorzeitigen Ruhestand gemäß Artikel 1 Absätze 166 - 178 Gesetz 232/2016 ("APE volonatario") gegen Zahlung von Zinsen auf die Finanzierung und der Versicherungsprämien für ein vorzeitiges Ableben in Anspruch nehmen.

    Wir weisen darauf hin, dass die Einheitliche Bescheinigung 2019 aus dem detaillierten Vordruck („modulo ordinario“) und aus der Zusammenfassung („modulo sintetico“) besteht:

    • der detaillierte Vordruck ist der Finanzverwaltung elektronisch zu übermitteln, damit diese über die Angaben für die vor-ausgefüllte Steuererklärung von physischen Personen sowie für die Erklärung der Steuersubstitute (Vordruck 770) verfügt;
    • die Zusammenfassung ist hingegen den Steuerpflichtigen auszuhändigen.
  • 1.3 Übermittlungsfrist

    Hiermit erinnern wir daran, dass Steuersubstitute die neuen einheitlichen Bestätigungen für die Steuerperiode 2018 bis 7. März 2019 elektronisch übermitteln und hierfür den entsprechenden Vordruck, den die Finanzverwaltung mit Verfügung 10664/2019 veröffentlicht hat, verwenden müssen.

    Des Weiteren möchten wir darauf hinweisen, dass diese die Bestätigung der Entgelte für selbständige Arbeit (ohne Formvorschriften) ersetzt. Die Steuersubstitute müssen die einheitliche Bescheinigung 2019 (Steuerperiode 2018) demnach bis zum 31. März (2019 bis zum 1. April) an Einkommensempfänger aushändigen.

    Gemäß Gesetz 205/2017 können einheitliche Bescheinigungen, die ausschließlich steuerfreie Einkünfte oder Einkünfte umfassen, die nicht anhand einer vor-ausgefüllten Steuererklärung erklärt werden können, bis zur Frist für die Einreichung der 770-Vordrucke (bis zum 31. Oktober) übermittelt werden, ohne dass Strafgebühren zur Anwendung kommen.

    Unsere Kunden, die Hager & Partners als zugelassenen Übermittler mit der Einreichung der Erklärungen betrauen möchten, bitten wir, uns die entsprechende Einverständniserklärung baldmöglichst zukommen zu lassen.

    Für weitere Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    HAGER & PARTNERS

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